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Welche Rituale zu den Rauhnächten?

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Häufig werde ich gefragt, welche Rituale zu den Rauhnächten passen und wie man die Rauhnächte gestalten kann. In diesem Artikel gebe ich dir nun passende Anregungen für Rituale zu den Rauhnächten und wie du diese individuell nach deinen Wünschen gestalten kannst.

Extra Tipp für den Start: dein Rauhnächte Kalender

Seit 2017 begleitet mich dieser handgemachte Rauhnachts-Räucherkalender* der jedes Jahr meist schon im September ausverkauft ist, ABER auch jedes Jahr neu angeboten wird. Dort enthalten sind ein Tagebuch, Kerzen, 12 passende Räuchermischungen, sowie Anregungen in Form von Fragen und Ritualen für die jeweiligen Nächte. Die Räuchermischungen des Kalenders halten für ca. zwei Jahre und können dann im Shop nachgekauft werden.

Als Alternative kann ich diesen Rauhnacht Kalender* empfehlen. Er ist zwar nicht von handgemacht, enthält aber ebenfalls Räuchermaterial & Impulse für die 12 Nächte.

Welche Rituale zu den Rauhnächten?

Für mich persönlich sind die Rauhnächte eine Zeit zur Besinnung. Mein “Urlaub von der Welt”, um mich von den Spuren des Alltags und den “Blessuren” des vergangenen Jahres zu erholen, loszulassen, in mich zu kehren, Revue passieren zu lassen und für das kommende Jahr neu auszurichten.

Diese besonders schöne Zeit gilt für mich auch als Vorbereitung für das kommende Jahr. Jede Nacht steht symbolisch für einen Monat im neuen Jahr (Rauhnacht 1 zum 25.12. für Januar, Rauhnacht 2 zum 26.12. für Februar usw.) und kann einem bestimmten Lebensthema gewidmet werden.

Welche Rituale zu den Rauhnächten durchgeführt werden, hängt vor allem von den individuellen Vorstellungen ab. Ich zähle mich zu den nicht “gläubigen” und insgesamt weniger spirituellen Menschen und mag entsprechend bodenständigere Rituale zur Selbstreflexion und/oder mit Bezug zur Natur. Im Folgenden zeige ich euch meine liebsten Rituale zu den Rauhnächten.

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
Rauhnächte-Tagebuch führen

Die Träume in den Rauhnächten sollen Hinweise auf das kommende Jahr und seine Themen geben können. Wer sich dafür interessiert und schauen möchte, was in Zukunft von Bedeutung sein könnte, der kann seine Träume und Gedanken in einem Tagebuch festhalten.

Ich nutze ein solches Tagebuch, um auch alles andere festzuhalten, das an diesen Tagen relevant für mich ist. Ich beantworte jeden Tag, passend zum Thema der Rauhnacht, Fragen zur Selbstreflexion in diesem Buch, halte fest welche Karten oder Edelsteine ich gezogen habe, was mir gefallen hat, worüber ich mich geärgert habe und was sonst in dieser Nacht aufgeschrieben werden möchte.

Die letzten Rauhnächte habe ich das “Das Universum steht hinter dir*” Journal für meine Aufzeichnungen genutzt.

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
13 Wünsche für das neue Jahr

Dieses Ritual ist wohl eines der beliebtesten überhaupt und auch ich mag es sehr gerne. In der Nacht VOR den Rauhnächten (oder z.B. zur Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember) nehmt ihr Euch 13 Zettel und einen Stift zur Hand. Außerdem nutzt ihr im besten Fall eine Kerze, die nur für dieses Ritual bestimmt ist.

Nun überlegt ihr euch dreizehn Wünsche und jeden dieser Wünsche schreibt ihr auf je einen Zettel. Diese Wunschzettel faltet ihr dann so, dass ihr sie nicht mehr voneinander unterscheiden könnt und bewahrt sie in einer Kiste oder Schale auf.

An jedem Abend nehmt ihr euch nun Zeit, räuchert z.B. das passende Räucherwerk aus dem Rauhnacht Kalender* (gibt es jedes Jahr neu, ist aber schnell ausverkauft), reflektiert über z.B. die Fragen die als Inspiration dort zu finden sind, entzündet die Kerze und zieht einen Wunschzettel aus eurer Kiste.

Diesen Zettel verbrennt ihr (ungeöffnet!) und übergebt die Erfüllung im übertragenen Sinne damit ans Universum. Das wiederholt ihr Rauhnacht für Rauhnacht (wenn ihr es mal nicht schafft, könnt ihr an einem Abend bis zu drei Wünsche gleichzeitig verbrennen).

Am Ende der Rauhnächte bleibt ein 13. Wunsch übrig. Für die Erfüllung dieses Wunsches ist man selbst zuständig. Achtet also beim Aufschreiben schon darauf, dass ihr Wünsche aufschreibt, die ihr auch realistisch umsetzen könnt.

Ich bastel aus meinen Wünschen häufig sogenannte "Wunschsterne"

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
Inspiration durch Tarotkarten

Zu jeder Rauhnacht bietet es sich an, eine oder mehrere Tarotkarten / Orakelkarten / Inspirationskarten zu ziehen und zu schauen, welche Inspiration sie bereit halten. In Kombination mit den Impulsfragen (z.B. aus dem Rauhnachtkalender), den Träumen und allen anderen Notizen ergibt sich so für jede Nacht einiges an Inspiration und Information für den jeweiligen Monat im neuen Jahr.

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
Räuchern

Räuchern ist ein altes Ritual, das man heute meist nur noch aus der Kirche (Weihrauch) kennt. Früher hat man vor allem zum Jahresende geräuchert, um sich für ein gutes Jahr zu bedanken und Geister und negative Energien zu vertreiben.

Ich begleite mein persönliches Ritual (bestehend u.a. aus Rückschau, Reflektion, Journaling, Karten ziehen) immer auch mit einer passenden Räuchermischung, die ich am Abend verräuchere und manchmal sogar den Tag über bereits auf mein Holz Räucher-Stövchen* stelle.

Das Räuchern kann man auch super mit Idee fünf verbinden.

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
Raus in die Natur

Für mich gibt es kaum etwas, das mich mehr etspannt und erdet, als Zeit in der Natur zu verbringen. Ein winterlicher Waldspaziergang oder eine Gehmeditation ist eine Wohltat für Körper & Geist. Zu den Rauhnächten kann man zusätzlich Wald-Fundstücke sammeln (z.B. Moos, Rindenstücke, Äste, Blätter, Steine), um im Moment zu sein und sich mit der Kraft der Natur zu verbinden.

Auf eurem Waldspaziergang könnt ihr als Symbol für das, was an Sorgen und schwerem Gepäck im alten Jahr bleiben darf, Steine sammeln. Habt ihr genügend Steine zusammen, legt ihr mit diesen Steinen nach und nach einen Steinkreis um euch herum. Macht euch für jeden Stein bewusst, für welche Last er steht und was ihr loslassen wollt.

Wenn ihr das Gewicht der Altlasten spüren könnt, visualisiert ihr als nächstes, wie ihr all das loslasst. Sobald es sich für euch richtig anfühlt, steigt ihr mit vollem Elan und einem beherzten Schritt aus eurem Steinkreis heraus und geht frohen Mutes und erleichtert von diesem Ort fort, ohne euch nochmal umzudrehen.

Außerdem kann man in der Natur räuchern. Hierfür eignet sich z.B. ein Räucherbündel (hier* und hier* findet man welche zu kaufen), mit dem ihr an euren Lieblingsort gehen könnt. Ich persönlich sammle zu den Rauhnächten häufig auch eigenes Material, um mir für den jeweiligen Monat im kommenden Jahr ein eigenes Räucherbündel herstellen zu können.

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
Meditation & Stille

Wann immer es geht, nehme ich mir zu den Rauhnächten Zeit, um zur Ruhe zu kommen und in der Stille aufzugehen. Denn gerade in der Stille finde ich Antworten auf Fragen, die ich mir oft nicht mal gestellt habe 😅

Man muss dabei nicht still auf einem Meditationskissen sitzen. Ich mag z.B. einen Spaziergang in Stille oder ein heißes Bad sehr gerne. Genauso meditativ wirksam kann aber auch Sport oder wildes Tanzen sein. Schaut, was für euch am besten passt.

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
Neujahrs-Ritual

Zu Neujahr habe ich ein spezielles Ritual. Hier nutze ich zum einen eine Tarot Legeweise für das gesamte Jahr (mit 12 Tarotkarten), um zusätzlich für jeden Monat eine Extra-Inspiration zu bekommen. Außerdem werde ich mit meinem Partner gemeinsam einen Teil der Neujahrsrituale machen. Dazu gehört das “Eigenlob Ritual” und das Neujahrsritual zum Revue passieren lassen.

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
Kleine Gaben an die Natur

Opfergaben für Geister, Gottheiten und andere Wesen bereitzustellen war für unsere Vorfahren normal. Ich persönlich finde die Idee, zu jeder Rauhnacht ein Körbchen/Tellerchen mit Nüssen, Früchten, Gebäck und/oder Münzen raus zu stellen, einfach schön.

Ich habe das schon einige Male gemacht und mich jedes Mal gut gefühlt. Außerdem freut sich in jedem Fall jemand darüber. Egal ob es Wildtiere oder Menschen sind. Wichtig ist nicht, wieviel man opfert, sondern die gute Absicht und der gute Wille. Geister und Götter sollen sich an den Gaben nähren, weshalb man sie liebevoll und mit Bedacht auswählen soll.

Ritual zu den Rauhnächten Idee:
Kreativ werden

Gerade wenn man zu den Rauhnächten (auch das Handy) abschaltet und sich Zeit für sich nimmt, hat man viel Platz für Kreatives.

Die Zeit kann auch genutzt werden, um beispielsweise Geschenke für die Familie / Freunde zu Silvester herzustellen, mal wieder zu backen oder auf andere Art kreativ zu werden.

Besondere Buchempfehlungen*

Quellen: – Sigrid Früh: Rauhnächte. Märchen, Brauchtum, Aberglaube*, Verlag Stendel, Waiblingen 1998
– Elfie Courtenay: Rauhnächte: Die geheimnisvolle Zeit zwischen den Jahren: Alte Bräuche und magische Rituale für sich entdecken*, HEYNE Verlag, München 2013
– Vera Griebert-Schröder und Franziska Müritz: Die Rauhnächte als Quelle der Ruhe und Kraft – Der praktische Begleiter für mehr Energie im neuen Jahr*, Irisiana Oktober 2014
– Reinhardt Stiehle: Das Rätsel der Rauhnächte*, Chiron Verlag, Tübingen 2011
– Nadine Stegelmeier: *Rauhnächte: Die schönsten Rituale, camino, 2018
– Sandra Waldermann-Scherhak: Rauhnacht-Rituale für Frauen: Eine spirituelle Bewusstseinsreise durch die zwölf Nächte*, Darmstadt 2017
– Alexa Szeli: Der alte Pfad und die Rauhnächte*, 2019
– Emil Bock: Der Kreis der Jahresfeste*, Stuttgart 1978

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