Naturspiritualität Rauhnächte Rituale

Welche Rituale zu den Rauhnächten?

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Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen, sowie Schmerzpatient*innen und Suchtkranken können Achtsamkeitsübungen ein „Trigger“ (Auslöser) sein und infolgedessen Krankheitssymptome auslösen / verstärken.
Bei Unsicherheit empfiehlt es sich, Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal zu halten. Mehr über Risiken und Nebenwirkungen lesen.

Alle auf dieser Seite enthaltenen Empfehlungen und Hilfsansätze stellen keine Heilbehandlung, kein Heilversprechen und keine Diagnose dar. Sie ersetzen keine ärztliche, psychologische oder psychotherapeutische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Alle Aussagen und Empfehlungen basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und meinem aktuellen Wissensstand. Meine subjektiven Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit.

Schau, was du für dich mitnehmen kannst, lass dich inspirieren und geh deinen eigenen Weg.

Themen des Artikels

Häufig werde ich gefragt, welche Rituale zu den Rauhnächten passen und wie man die Rauhnächte gestalten kann. Auf dieser Seite zeige ich dir einige Ideen und passende Anregungen, wie du die Rituale individuell nach deinen Wünschen gestalten kannst. 

Welche Rituale zu den Rauhnächten?

Für mich persönlich sind die Rauhnächte eine Zeit zur Besinnung. Mein “Urlaub von der Welt”, um mich von den Spuren des Alltags und den “Blessuren” des vergangenen Jahres zu erholen, loszulassen, in mich zu kehren, Revue passieren zu lassen und für das kommende Jahr neu auszurichten.

Diese besonders schöne Zeit gilt für mich auch als Vorbereitung für das kommende Jahr. Jede Nacht steht symbolisch für einen Monat im neuen Jahr (Rauhnacht 1 zum 25.12. für Januar, Rauhnacht 2 zum 26.12. für Februar usw.) und kann einem bestimmten Lebensthema gewidmet werden.

Welche Rituale zu den Rauhnächten durchgeführt werden, hängt vor allem von den individuellen Vorstellungen ab. Ich zähle mich zu den nicht “Gläubigen” und insgesamt weniger spirituellen Menschen und mag entsprechend bodenständigere Rituale zur Selbstreflexion und/oder mit Bezug zur Natur. 

Wobei das Wort “bodenständig” in diesem Zusammenhang sicherlich auch sehr dehnbar ist 😅 Menschen die bisher noch nie mit naturspirituellen Ritualen in Kontakt gekommen sind, würden möglicherweise andere Worte nutzen, um meine Rituale zu beschreiben 😉 

 

Hast du bei dem Wort “Ritual” manchmal mit Vorurteilen zu kämpfen? Mir zumindest geht es so. Früher sah ich die Menschen nackig schreiend ums Feuer tanzen und irgendwie verrückt aus der Haut fahren.

Gerade in einer von Vernunft geprägten Gesellschaft ist es kein leichtes Unterfangen, eigene Vorurteile über Bord zu werfen. Jahrhunderte alte Mythologie, mit (vermeintlich) überholten Ansichten, Ängsten und Glaubensmustern scheint hier verloren und fehl am Platz. So ein Hokus Pokus! Oder?

Wenn wir genauer hinsehen, bemerken wir oft, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Orakeln ist “totaler Humbuk”. Das Wachsgießen (früher Bleigießen) für einen Blick in die Zukunft zum neuen Jahr gehört dann aber doch dazu. Wir glauben nicht an die Vertreibung böser Geister, machen zu Silvester aber dennoch genauso viel (wenn nicht sogar noch mehr) Lärm wie damals. Räuchern erscheint uns seltsam esoterisch, der Weihrauch in der Kirche ist jedoch normal für uns (Hier empfehle ich auch gerne als weiterführende Lektüre “Was ist eigentlich normal?”).

Rituale sind eine feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt und können uns Inspiration, Mut und Kraft für eigene Lebenssituationen spenden.

Es gibt kein Muss, nichts zu erfüllen oder richtig/falsch zu machen. Das Einzige, das wirklich wichtig ist: Dass es sich für dich gut anfühlt.

Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass es sich lohnen kann, die Vorurteile da sein zu lassen und dennoch neue Erfahrungen zu machen.

Vollmondritual-zum-Loslassen-1

Ritual zu den Rauhnächten Idee 1:
Rauhnächte-Tagebuch führen

Die Träume in den Rauhnächten sollen Hinweise auf das kommende Jahr und zu erwartende Themen geben können. Deshalb bietet es sich an, Träume und Gedanken in einem Tagebuch festhalten.

Da es kein Rauhnächte Tagebuch gab, dass meine Wünsche/Vorstellungen zu 100% erfüllen konnte, habe ich mein eigenes veröffentlicht. Das “Mein Rauhnächte Journal*” ist ein Tagebuch im Bullet Journal Stil zum Ausfüllen. Es bietet ausreichend Platz, um deine persönlichen Erlebnisse & Erkenntnisse für jede einzelne Nacht auf mehreren Seiten festzuhalten (wie Träume, Begegnungen, Symbole, Antworten auf Fragen wie z.B. “Was brauchst du und
was zählt wirklich in deinem Leben?” oder “Was bringst du in die Welt? Welche Spuren möchtest du hinterlassen?”).

Auf über 100 Seiten erwarten dich stimmige Ideen, Rituale und Fragen rund um die Themen der 12 Rauhnächte, die dich dabei unterstützen sollen, die Zeit zur inneren Einkehr, Reflexion und neuen Ausrichtung auf das kommende Jahr zu nutzen.

Am Ende entsteht dein ganz persönliches Erinnerungsbuch, dessen Magie dich durch das kommende Jahr begleiten wird. Weitere Einblicke in die Inhalte des Buchs erhältst du hier.

Ritual zu den Rauhnächten Idee 2:
13 Wünsche für das neue Jahr

Das 13 Wünsche Ritual zählt vermutlich zu den beliebtesten Ritualen in den Rauhnächten. In meinem Buch “Mein Rauhnächte Journal*” teile ich eine Variante mit dir, bei der die vier Elemente mit in das Ritual einbezogen werden. Außerdem findest du im Buch passende Wunschzettel zum Ausschneiden.

Die klassische Variante des Rituals sieht wie folgt aus:

Vor den Rauhnächten (z.B. zur Wintersonnenwende) nimmst du 13 Zettel und einen Stift zur Hand. Überlege dir 13 realistische Wünsche und schreibe sie auf je einen der Zettel. Falte jeden Zettel so, dass von Außen nicht zu sehen ist, welcher Wunsch sich darauf befindet. Bewahre sie z.B. in einem Kästchen auf.

Zu jeder Rauhnacht ziehst du verdeckt einen der Wunschzettel aus deinem „Versteck“. Der Wunsch bleibt geheim – öffne ihn nicht!
Nun übergibst du den (dir unbekannten) Wunsch und dessen Erfüllung gedanklich an das Universum (oder was für dich passt) und verbrennst ihn im Anschluss in einer feuerfesten Schale.

Das Ritual wiederholst du nun Rauhnacht für Rauhnacht. Zum Abschluss der Rauhnächte bleibt ein letzter Wunschzettel übrig. Diesen 13. Wunsch kannst du dann in der 12. Rauhnacht oder einen Tag später feierlich öffnen. Für die Erfüllung dieses Wunsches bist du im kommenden Jahr selbst verantwortlich.

Achte also schon beim Aufschreiben darauf, dass du Wünsche aufschreibst, die du selbst realistisch umsetzen kannst.

 

Wunschsterne

Ritual zu den Rauhnächten Idee 3:
Inspiration durch Tarotkarten

Zu jeder Rauhnacht bietet es sich an, eine oder mehrere Tarotkarten / Orakelkarten / Inspirationskarten zu ziehen und zu schauen, welche Inspiration sie bereit halten. In Kombination mit den Impulsfragen (z.B. aus meinem Journal*), den Träumen und allen anderen Notizen ergibt sich so für jede Nacht einiges an Inspiration und Information für den jeweiligen Monat im neuen Jahr.

Entdecke-Dich-Inspirationskarten-Orakelkarten-Tarotkarten

Ritual zu den Rauhnächten Idee 4:
Räuchern

Räuchern ist ein altes Ritual, das man heute meist nur noch aus der Kirche (Weihrauch) kennt. Früher hat man vor allem zum Jahresende geräuchert, um sich für ein gutes Jahr zu bedanken und Geister und negative Energien zu vertreiben.

Ich begleite mein persönliches Ritual (bestehend u.a. aus Rückschau, Reflexion, Journaling, Karten ziehen) immer auch mit einer passenden Räuchermischung, die ich am Abend verräuchere und manchmal sogar den Tag über bereits auf mein Holz Räucher-Stövchen* stelle.

Das Räuchern kann man auch super mit Idee fünf verbinden.

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Ritual zu den Rauhnächten Idee 5:
Raus in die Natur

Für mich gibt es kaum etwas, das mich mehr etspannt und erdet, als Zeit in der Natur zu verbringen. Ein winterlicher Waldspaziergang oder eine Gehmeditation ist eine Wohltat für Körper & Geist. Zu den Rauhnächten kann man zusätzlich Wald-Fundstücke sammeln (z.B. Moos, Rindenstücke, Äste, Blätter, Steine), um im Moment zu sein und sich mit der Kraft der Natur zu verbinden.

Auf eurem Waldspaziergang könnt ihr als Symbol für das, was an Sorgen und schwerem Gepäck im alten Jahr bleiben darf, Steine sammeln. Habt ihr genügend Steine zusammen, legt ihr mit diesen Steinen nach und nach einen Steinkreis um euch herum. Macht euch für jeden Stein bewusst, für welche Last er steht und was ihr loslassen wollt.

Wenn ihr das Gewicht der Altlasten spüren könnt, visualisiert ihr als nächstes, wie ihr all das loslasst. Sobald es sich für euch richtig anfühlt, steigt ihr mit vollem Elan und einem beherzten Schritt aus eurem Steinkreis heraus und geht frohen Mutes und erleichtert von diesem Ort fort, ohne euch nochmal umzudrehen.

Außerdem kann man in der Natur räuchern. Hierfür eignet sich z.B. ein Räucherbündel (hier* und hier* findet man welche zu kaufen), mit dem ihr an euren Lieblingsort gehen könnt. Ich persönlich sammle zu den Rauhnächten häufig auch eigenes Material, um mir für den jeweiligen Monat im kommenden Jahr ein eigenes Räucherbündel herstellen zu können.

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Ritual zu den Rauhnächten Idee 6:
Meditation & Stille

Wann immer es geht, nehme ich mir zu den Rauhnächten Zeit, um zur Ruhe zu kommen und in der Stille aufzugehen. Denn gerade in der Stille finde ich Antworten auf Fragen, die ich mir oft nicht mal gestellt habe 😅

Man muss dabei nicht still auf einem Meditationskissen sitzen. Ich mag z.B. einen Spaziergang in Stille oder ein heißes Bad sehr gerne. Genauso meditativ wirksam kann aber auch Sport oder wildes Tanzen sein. Schaut, was für euch am besten passt.

Rauhnächte Anleitung Rituale Vorbereitungen Themen (2)

Ritual zu den Rauhnächten Idee 7:
Neujahrs-Ritual

Zu Neujahr habe ich ein spezielles Ritual. Hier nutze ich zum einen eine Tarot Legeweise für das gesamte Jahr (mit 12 Tarotkarten), um zusätzlich für jeden Monat eine Extra-Inspiration zu bekommen. Außerdem werde ich mit meinem Partner gemeinsam einen Teil der Neujahrsrituale machen. Dazu gehört das “Eigenlob Ritual” und das Neujahrsritual zum Revue passieren lassen.

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Ritual zu den Rauhnächten Idee 8:
Kleine Gaben an die Natur

Opfergaben für Geister, Gottheiten und andere Wesen bereitzustellen war für unsere Vorfahren normal. Ich persönlich finde die Idee, zu jeder Rauhnacht ein Körbchen/Tellerchen mit Nüssen, Früchten, Gebäck und/oder Münzen raus zu stellen, einfach schön.

Ich habe das schon einige Male gemacht und mich jedes Mal gut gefühlt. Außerdem freut sich in jedem Fall jemand darüber. Egal ob es Wildtiere oder Menschen sind. Wichtig ist nicht, wieviel man opfert, sondern die gute Absicht und der gute Wille. Geister und Götter sollen sich an den Gaben nähren, weshalb man sie liebevoll und mit Bedacht auswählen soll.

Opfergaben Natur Rauhnacht Rituale

Ritual zu den Rauhnächten Idee 9:
Kreativ werden

Gerade wenn man zu den Rauhnächten (auch das Handy) abschaltet und sich Zeit für sich nimmt, hat man viel Platz für Kreatives.

Die Zeit kann genutzt werden, um beispielsweise Geschenke für die Familie / Freunde zu Silvester herzustellen, mal wieder zu backen oder auf andere Art kreativ zu werden.

Mandala

Besondere Buchempfehlungen*

Quellen: – Sigrid Früh: Rauhnächte. Märchen, Brauchtum, Aberglaube*, Verlag Stendel, Waiblingen 1998
– Reinhardt Stiehle: Das Rätsel der Rauhnächte*, Chiron Verlag, Tübingen 2011
– Alexa Szeli: Der alte Pfad und die Rauhnächte*, 2019
– Emil Bock: Der Kreis der Jahresfeste*, Stuttgart 1978

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