Rauhnächte

Aberglaube, Bräuche und Verbote zu den Rauhnächten

Aberglaube, Bräuche und Verbote zu den Rauhnächten (Was sind die Rauhnächte?) existieren viele. Welche es sind, woran ich glaube und ob sie in unserer heutigen Zeit noch Bestand haben erfährst du in diesem Artikel.

Die Rauhnächte sind mit viel Aberglaube verbunden. Gerade in einer von Vernunft geprägten Gesellschaft kein leichtes Unterfangen. Jahrhunderte alte Mythologie, mit (vermeintlich) überholten Ansichten, Ängsten und Glaubensmustern scheint hier verloren und fehl am Platz. 

Sehen wir genauer hin bemerken wir, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Zwar gilt das Orakeln mit schönen Tarotkarten als “totaler Humbuk”, aber das Wachsgießen (früher Bleigießen) für einen Blick in die Zukunft zum neuen Jahr ist als Neujahrsritual nicht mehr wegzudenken. Wir glauben nicht an die Vertreibung böser Geister, nutzen zu Silvester aber einen uralten Brauch zur Vertreibung böser Geister (durch Lärm). Das Räuchern erscheint uns seltsam esoterisch, der Weihrauch in der Kirche ist uns jedoch sehr vertraut.

Ich habe für mich bemerkt, dass ich vieles nur so lange seltsam finde, wie ich keinen Bezug oder ein tieferes Verständnis davon habe. Mit den Jahren habe ich gelernt den Glauben anderer zu respektieren und auch mit mir sanfter umzugehen, wenn mir etwas Kraft gibt, das andere möglicherweise verurteilen oder belächeln.

Entsprechend finde ich manche der überlieferten Bräuche und Rituale inspirierend und hilfreich – besonders im Sinne einer Zeit des Rückzugs und der Innenschau. Sie unterstützen mich dabei mir nah zu sein und mehr über mich zu erfahren.
Wovon ich persönlich Abstand nehme, sind die (meiner Meinung nach) Angst verbreitenden Regeln und Aberglauben. Es ist das eine, wenn man selbst daran glaubt. Hierfür jedoch eine allgemeingültige Regel aufzustellen, die andere Menschen in Angst und Schrecken versetzt, spricht meiner Meinung nach in der heutigen Zeit absolut gegen die Magie der Rauhnächte
 
Falls du selbst Angst davor hast, dass etwas Schlimmes passiert, wenn du z.B. eine negative Karte gezogen oder etwas Schlechtes geträumt hast, ließ gerne meinen Artikel über Häufige Fragen, Ängste und Vorurteile zu den Rauhnächten (Bild anklicken um zum Artikel zu gelangen):

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Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen, sowie Schmerzpatient*innen und Suchtkranken können Achtsamkeitsübungen ein „Trigger“ (Auslöser) sein und infolgedessen Krankheitssymptome auslösen / verstärken.
Bei Unsicherheit empfiehlt es sich, Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal zu halten. Mehr über Risiken und Nebenwirkungen lesen.

Alle auf dieser Seite enthaltenen Empfehlungen und Hilfsansätze stellen keine Heilbehandlung, kein Heilversprechen und keine Diagnose dar. Sie ersetzen keine ärztliche, psychologische oder psychotherapeutische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Alle Aussagen und Empfehlungen basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und meinem aktuellen Wissensstand. Meine subjektiven Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit.

Schau, was du für dich mitnehmen kannst, lass dich inspirieren und geh deinen eigenen Weg.




Dein Begleiter für die Rauhnächte

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Das Rauhnächte Journal unterstützt dich dabei, mit dem abzuschließen, was war, wieder mehr zu dir zu finden und dich für das kommende Jahr neu auszurichten.

Dazu bietet es ausreichend Platz, um persönliche Erlebnisse & Erkenntnisse für jede Rauhnacht festzuhalten. Am Ende entsteht ein ganz persönliches Erinnerungsbuch, dessen Erkenntnisse dich durch das kommende Jahr begleiten werden.

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Das soll zu den Rauhnächten Glück bringen:

  • Räuchern von Kräutern und Harzen (z.B. Fichtenharz) – die Wirkung von Wildkräutern soll in den Rauhnächten besonders stark sein. In meinem kostenlosen Räucher-Guide findest du Schritt-für-Schritt Anleitungen, Rezepte, Ideen und Anfänger-Sets. (Erfahre hier: Welche Kräuter zu den Rauhnächten passen – man kann auch super selbst heimische Wildkräuter sammeln, mehr dazu in diesem Artikel)
  • Edelsteine sollen jetzt eine besondere symbolische Wirkung haben (Erfahre hier: Welche Edelsteine passen zu den Rauhnächten?)
  • Opfergaben an die Natur zu jeder Nacht (Äpfel, Nüsse, Brot, Hirse, Münzen …) sollen symbolisch böse Geister beschwichtigen
  • zu Heiligabend und dem Dreikönigstag mit Tieren in Verbindung gehen (sie sollen an diesen Tagen reden können 😉 )
  • zu Silvester Weißkraut essen soll für Geld im gesamten neuen Jahr sorgen (kann ich nicht bestätigen 😛 )
  • Besen binden (mit ihm soll man im neuen Jahr Dämonen und Geister aus dem Haus fegen)
  • Sonne zum Dreikönigstag sorgt für ein Jahr voller Frieden im ganzen Land (leider auch Bullshit, aber der Glaube versetzt Berge)
  • Christstollen zu Weihnachten, Silvester und zum Dreikönigstag essen bringt Reichtum und Glück im kommenden Jahr (stimmt auch nicht, pfff!)
  • Eisblumen, Reif oder Schnee an den Fenstern bringen ein ertragreiches Jahr
  • ein Kuss unter dem Mistelzweig
Bräuche die auf die Rauhnächte zurück zu führen sind
Wir haben einige Jahrhunderte alte Bräuche, die heute noch Bestand haben. Dazu zählen z.B. das Weihen von Wasser, Salz & Kreide zum bemalen der Türrahmen mit den Anfangsbuchstaben der drei Könige, das Wachsgießen (früher Bleigießen), Räuchern von Weihrauch sowie beispielsweise der Adventskranz als Symbol für den Jahreskreis.

Das soll zu den Rauhnächten Unglück bringen:

  • alle Räder sollen still stehen, das heißt: es soll nicht gearbeitet werden. Darunter fällt z.B. auch das Wäsche waschen (soll das Rad des Schicksals aus dem Gleichgewicht bringen)
  • keine Wäsche aufhängen. Odin und die Wilde Jagd sollen durch die Nacht fegen und sich in der Wäsche verfangen können 🧐
  • keinerlei Unordnung oder Chaos zu den Rauhnächten (soll Frau Holle sauer machen und Böses anziehen)
  • nicht fegen oder putzen (lockt Ungeziefer, Krankheit und Tod an)
  • keine Kartenspiele oder Geldspiele (Glücksspiele mit Tarotkarten scheinen offenbar aber klar zu gehen 😅)
  • herunter fallende(s) Geschirr, Linsen, Bohnen oder Erbsen sollen Verlust und Unglück bringen. Zu den Schlüsseltagen am 28.12. und 5.1. soll man die negative Energie aber ausgleichen können, indem man Opfergaben in der Natur auslegt (Nüsse, Äpfel, Münzen o.ä.)
  • keine Strümpfe/Socken stopfen 
  • Ruhe im Haushalt -> nichts verrücken, keine Türen knallen usw.
  • keine Nägel oder Haare schneiden 
  • in der ersten halben Stunde zum neuen Jahr alle Türen und Fenster verschließen (außer mögliche Hintertüren, durch die soll nämlich der Segen kommen)
  • nichts Geliehenes im Haus haben
  • fehlende Knöpfe vorher anbringen (soll sonst für Geldnot und Verlust sorgen)
  • hört man zu den Rauhnächten Hunde bellen, so soll es eine Bestätigung für den Gedanken sein, den man gerade gedacht hat. Hundegebell zu Mitternacht soll ein Vorbote des Todes sein.

Besondere Buchempfehlungen*

Quellen:
– Sigrid Früh: Rauhnächte. Märchen, Brauchtum, Aberglaube*, Verlag Stendel, Waiblingen 1998
– Elfie Courtenay: Rauhnächte: Die geheimnisvolle Zeit zwischen den Jahren: Alte Bräuche und magische Rituale für sich entdecken*, HEYNE Verlag, München 2013
– Reinhardt Stiehle: Das Rätsel der Rauhnächte*, Chiron Verlag, Tübingen 2011
– Alexa Szeli: Der alte Pfad und die Rauhnächte*, 2019
– Emil Bock: Der Kreis der Jahresfeste*, Stuttgart 1978

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