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Aberglaube, Bräuche und Verbote zu den Rauhnächten

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Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen, sowie Schmerzpatient*innen und Suchtkranken können Achtsamkeitsübungen ein „Trigger“ (Auslöser) sein und infolgedessen Krankheitssymptome auslösen / verstärken.
Bei Unsicherheit empfiehlt es sich, Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal zu halten. Mehr über Risiken und Nebenwirkungen lesen.

Alle auf dieser Seite enthaltenen Empfehlungen und Hilfsansätze stellen keine Heilbehandlung, kein Heilversprechen und keine Diagnose dar. Sie ersetzen keine ärztliche, psychologische oder psychotherapeutische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Alle Aussagen und Empfehlungen basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und meinem aktuellen Wissensstand. Meine subjektiven Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit.

Schau, was du für dich mitnehmen kannst, lass dich inspirieren und geh deinen eigenen Weg.

Themen des Artikels

Aberglaube, Bräuche und Verbote zu den Rauhnächten (Was sind die Rauhnächte?) existieren viele. Welche es sind, woran ich mich halte und ob sie in unserer heutigen Zeit noch Bestand haben erfährst du in diesem Artikel.

Die Rauhnächte sind mit vielen “Verboten” und Aberglaube verbunden. Gerade in einer von Vernunft geprägten Gesellschaft kein leichtes Unterfangen. Jahrhunderte alte Mythologie, mit (vermeintlich) überholten Ansichten, Ängsten und Glaubensmustern scheint hier verloren und fehl am Platz. Dieser Hokus Pokus, den die “Hinterwäldler” sich damals ausgedacht haben, hat heute doch keinen Bestand mehr?!

Sehen wir genauer hin bemerken wir, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Zwar gilt das Orakeln mit schönen Tarotkarten als “totaler Humbuk”, aber das Wachsgießen (früher Bleigießen) für einen Blick in die Zukunft zum neuen Jahr gehört überall dazu. Wir glauben nicht an die Vertreibung böser Geister, nutzen zu Silvester aber einen uralten Brauch zur Vertreibung böser Geister (durch Lärm). Das Räuchern erscheint uns seltsam esoterisch, der Weihrauch in der Kirche gehört aber dazu.

Ich habe für mich bemerkt, dass ich das Meiste nur so lange seltsam finde, wie ich keinen Bezug oder ein tieferes Verständnis davon habe. Mit den Jahren habe ich gelernt den Glauben anderer zu respektieren und auch mit mir sanfter umzugehen, wenn mir etwas Kraft gibt, das andere möglicherweise verurteilen oder belächeln.

Entsprechend finde ich viele der überlieferten Bräuche und Rituale inspirierend und hilfreich – besonders im Sinne einer Zeit des Rückzugs und der Innenschau. Sie unterstützen mich dabei mir nah zu sein und mehr über mich zu erfahren.

Schau wie es für dich ist, worauf du Lust hast und/oder woran du glauben möchtest. Ich finde wichtig, dass man sich keinerlei Dogmen unterwirft und das tut, was einem guttut.

Das soll zu den Rauhnächten Glück bringen:

  • Opfergaben an die Natur zu jeder Nacht (Äpfel, Nüsse, Brot, Hirse, Münzen …) sollen die bösen Geister beschwichtigen
  • zu Heiligabend und dem Dreikönigstag mit Tieren in Verbindung gehen (sie sollen an diesen Tagen reden können 😉 )
  • zu Silvester Weißkraut essen sorgt für Geld im gesamten neuen Jahr
  • Besen binden (mit ihm kann man im neuen Jahr Dämonen und Geister aus dem Haus fegen)
  • Sonne zum Dreikönigstag sorgt für ein Jahr voller Frieden im ganzen Land
  • Christstollen zu Weihnachten, Silvester und zum Dreikönigstag essen bringt Reichtum und Glück im kommenden Jahr
  • Eisblumen, Reif oder Schnee an den Fenstern bringen ein ertragreiches Jahr
  • ein Kuss unter dem Mistelzweig
  • Räuchern von Kräutern und Harzen (z.B. Fichtenharz) – die Wirkung von Wildkräutern soll in den Rauhnächten besonders stark sein (Erfahre hier: Welche Kräuter zu den Rauhnächten passen – man kann auch super selbst heimische Wildkräuter sammeln, mehr dazu in diesem Artikel)
  • Edelsteine sollen jetzt eine besondere Wirkung haben (Erfahre hier: Welche Edelsteine passen zu den Rauhnächten?)
Bräuche die auf die Rauhnächte zurück zu führen sind
Wir haben einige Jahrhunderte alte Bräuche, die heute noch Bestand haben. Dazu zählen z.B. das Weihen von Wasser, Salz & Kreide zum bemalen der Türrahmen mit den Anfangsbuchstaben der drei Könige, das Wachsgießen (früher Bleigießen), Räuchern von Weihrauch sowie beispielsweise der Adventskranz als Symbol für den Jahreskreis.

Das soll zu den Rauhnächten Unglück bringen:

  • alle Räder sollen still stehen, das heißt: es soll nicht gearbeitet werden. Darunter fällt z.B. auch das Wäsche waschen (bringt Unglück und das Rad des Schicksals aus dem Gleichgewicht)
  • keine Wäsche aufhängen (mindestens nicht nach Einbruch der Dämmerung, besser in dieser Zeit gar nicht). Odin und die Wilde Jagd sollen durch die Nacht fegen und sich in der Wäsche verfangen können (zieht Unheil an)
  • keinerlei Unordnung oder Chaos zu den Rauhnächten (soll Frau Holle sauer machen und Böses anziehen)
  • nicht fegen oder putzen (lockt Ungeziefer, Krankheit und Tod an)
  • keine Kartenspiele oder Geldspiele, Orakel in Form von Tarotkarten/Inspirationskarten sind davon ausgenommen
  • herunter fallende(s) Geschirr, Linsen, Bohnen oder Erbsen sollen Verlust und Unglück bringen. Zu den Schlüsseltagen am 28.12. und 5.1. soll man die negative Energie aber ausgleichen können, indem man Opfergaben in der Natur auslegt (Nüsse, Äpfel, Münzen o.ä.)
  • keine Strümpfe/Socken stopfen (bringt Unglück)
  • Ruhe im Haushalt -> nichts verrücken, keine Türen knallen usw. (bringt Unfrieden ins Haus)
  • keine Nägel oder Haare schneiden (bringt ebenfalls Unglück)
  • in der ersten halben Stunde zum neuen Jahr alle Türen und Fenster verschließen (außer mögliche Hintertüren, durch die kommt der Segen)
  • nichts Geliehenes im Haus haben
  • fehlende Knöpfe vorher anbringen (soll sonst für Geldnot und Verlust sorgen)
  • hört man zu den Rauhnächten Hunde bellen, so soll es eine Bestätigung für den Gedanken sein, den man gerade gedacht hat. Hundegebell zu Mitternacht soll ein Vorbote des Todes sein.

Besondere Buchempfehlungen*

Quellen:
– Sigrid Früh: Rauhnächte. Märchen, Brauchtum, Aberglaube*, Verlag Stendel, Waiblingen 1998
– Elfie Courtenay: Rauhnächte: Die geheimnisvolle Zeit zwischen den Jahren: Alte Bräuche und magische Rituale für sich entdecken*, HEYNE Verlag, München 2013
– Reinhardt Stiehle: Das Rätsel der Rauhnächte*, Chiron Verlag, Tübingen 2011
– Alexa Szeli: Der alte Pfad und die Rauhnächte*, 2019
– Emil Bock: Der Kreis der Jahresfeste*, Stuttgart 1978

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