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Ideen für (d)ein Neujahrsritual


Vorweg eine wichtige Sache, die dem ein oder anderen von Euch vielleicht helfen kann: Noch vor gar nicht all zu langer Zeit habe ich auf Teufel komm raus versucht, bei der Meditation, bei Ritualen & Co. irgendwas zu spüren. Es klingt immer alles so mystisch, riesig und toll. Als würde man abheben, ein neuer Mensch werden oder plötzlich erleuchtet. Vergesst diesen Quatsch. Das einzige, worum es bei all diesem Gedöns geht, seid Ihr. Es geht um Euer Bewusstsein und sonst gar nichts.

Es gibt keine völlige Gedankenlosigkeit. Wer keine Gedanken mehr hat, ist tot.

Also versucht gar nicht erst, Eure Gedanken krampfhaft los zu werden und auch nicht, krampfhaft still da zu sitzen. Das erzeugt genau das Gegenteil und macht Euch unruhig. Versucht Euch nicht, an irgendwelche Vorschriften zu halten oder irgendwas zu erzwingen. Findet EUREN Weg. Meditation bedeutet in seiner ursprünglichen Wortherkunft nichts anderes als “(nach)denken” oder “überlegen”. Verrückt oder? Wo man doch immer dazu angehalten wird, eben nicht nachzudenken. Das ist Bullshit.

Ihr meditiert schon, wenn Ihr einfach nur so da sitzt und Euren Gedanken nachhängt.

Mir ist wichtig, dass Ihr Euch davon löst, irgendwas besonderes empfinden oder tun zu müssen. Für mich sind all diese “Übungen” und Ideen, die ich mit Euch teile, einfach nur einer von tausenden Wegen, sich mit sich selbst zu beschäftigen und im Alltag abzuspannen. Nicht mehr und nicht weniger. Es geht nicht um Hokus Pokus oder Erleuchtung. Nur um mich bzw. wenn Ihr Euch darauf einlasst, um Euch.


Neujahrsritual – Wozu?

Auf der ganzen Welt sind Neujahrsrituale / Silvesterbräuche stark verbreitet. In Italien soll man rote Unterwäsche tragen, in Tschechien wird ein Apfel halbiert und so im Kerngehäuse die Zukunft vorher gesagt, in Teilen der USA werden Linsen als Glücksbringer gegessen. Manche schwören darauf, dass während Silvester und Neujahr keine Wäsche gewaschen und aufgehangen werden darf, andere sind im festen Glauben, dass absolut nichts das Haus verlassen darf (auch kein Müll).  Teilweise gelten Neujahrsrituale als Glücksbringer, manchmal aber auch als Wegbereiter, Vorhersage oder um (wie z.B. das Feuerwerk) böse Geister zu vertreiben.

Für mich sind Neujahrsrituale ein Abschluss/Abschied von etwas Vergangenem hin zu neuen Ufern. Ein Rückblick, sich Vergangenes bewusst machen, Wünsche für die Zukunft manifestieren, fokussieren und loslassen.

Neujahrsritual – Anregungen / Ideen

Ich gebe ein paar Anregungen, was Ihr als Neujahrsritual so etablieren könnt, um Euer Jahr gebührend Revue passieren zu lassen und Euch gedanklich auf das neue Jahr einzustimmen. Fernab der üblichen Silvesterbräuche und vor allem fernab von Böllern, Blei und Berlinerballen! (an dieser Stelle ein Hoch auf diese scheiß Alliteration, für die ich auch noch echt lange überlegen musste 😀 ). Die meisten Neujahrsrituale sind übrigens auch für Kinder geeignet. Seid kreativ und wandelt meine Ideen einfach so ab, dass sie für Euch passen oder erfindet Euer ganz eigenes Ritual.

Neujahrsritual “Wünsche pflanzen”

Was Du brauchst:
  • Samen
  • (einen Platz) Erde
Sucht Euch etwas, das Ihr gerne anpflanzen möchtet. Auch als Symbol für einen Eurer Wünsche, dem Ihr im kommenden Jahr mehr Aufmerksamkeit schenken möchtet. Sucht Euch einen schönen Platz in Eurem Lieblingswald, auf Eurer Lieblingswiese, in Eurem Garten oder auf dem Balkon. Nehmt Euch ein wenig Zeit, manifestiert Eure Ziele, Wünsche, Träume und Visionen für Euer Leben. Legt sie gedanklich einzeln in eines der Samenkörner und pflanzt sie, sobald die Zeit für Euch richtig erscheint, in die Erde. Macht Euch bewusst, dass Ihr mitverantwortlich dafür seid, was in Eurem Leben wachsen oder reifen darf und was nicht.  Mir fällt hierzu eine Zeile aus dem Lied “After we Meet” von “I Have A Tribe” ein: “Maybe tomorrow we’ll plant a seed. And out of the ground grows all we’ll need.”. Lasst all das wachsen, was Ihr benötigt. Glaubt daran, was alles möglich ist. Das Ritual könnt Ihr natürlich beliebig ausschmücken, in dem Ihr Euch z.B. erdet (“Erden” meint nur, sich gedanklich über die Füße bewusst mit der Erde zu verwurzeln), einen “Fruchtbarkeitstanz” aufführt (den Gedanken find ich recht witzig übrigens) oder Euch sonst irgendwas Tolles einfallen lasst.  

Neujahrsritual “Eigenlob-Ritual”

Was Du brauchst:
  • eine Kerze + Feuer
  • Weihrauch + Räucherutensilien (optional, nur für die, die Räuchern wollen)
  • Stift & Papier
  • im besten Fall jemanden, mit dem Ihr das Ritual gemeinsam durchfühen könnt (so ist es am effektivsten)

Ich gehe davon aus, dass Ihr einen Partner gefunden habt, mit dem Ihr dieses Ritual gemeinsam angehen wollt. Setzt Euch nun gemütlich gegenüber und nehmt Euch ein paar Augenblicke Zeit, um Euch über Euren Atem zu zentrieren und “anzukommen”. Wenn Euch danach ist, zündet eine Kerze an und verwedelt den Weihrauch im Raum, um ihn zu “reinigen”.

Schreibt auf ein Blatt Papier: “In diesem Jahr bin ich stolz darauf ….” und nennt nun abwechselnd eine Sache, auf die Ihr stolz seid und schreibt sie auf. Denkt dabei nicht nur an persönliche Ziele und Erfolge, sondern auch an Herausforderungenm, die Ihr meistern konntet, an Entscheidungen, die Ihr getroffen habt, an Grenzen, die Ihr überwinden konntet, an Situationen in denen Ihr über Euch hinaus gewachsen sein und auch an zwischenmenschliche Beziehungen, die Ihr positiv verändern konntet.

Wenn Euch gar nichts mehr einfällt, fordert Euch gegenseitig auf, nochmal richtig nachzudenken. Es gibt ganz sicher noch mehr, was auf Eure Liste kann. Egal wie lange es dauern mag, findet mindestens 12 Dinge (für jeden Monat), auf die Ihr stolz sein könnt. Gerne dürft Ihr aber auch mehr aufschreiben.

Seid Ihr fertig? Dann lest Euch die Liste abwechselnd laut vor. Spürt, wie gut es tut, einfach mal stolz zu sein und zu sehen, was Ihr in diesem Jahr alles verändern konntet. Bemerkt, was für tolle Menschen Ihr seid und wozu Ihr fähig seid. Vielleicht habt Ihr Lust, noch über diese Dinge zu reden, Euch gegenseitig ein wenig davon zu erzählen. Wenn ja, dann tut das! Wenn Ihr lieber schweigen wollt, ist auch das völlig okay. Eine Sache empfehle ich Euch aber: schaut Euch danach für mindestens 1 Minute (besser und effektiver sind aber 5 Minuten) wertschätzend in die Augen. Schickt Euch gedanklich Anerkennung und Kraft und umarmt Euch danach. Ich habe das kürzlich zum ersten Mal gemacht (mit einer völlig fremden Person) und fand es atemberaubend gut!

Blast anschließend die Kerze aus und bringt Eure Liste irgendwo an, wo ihr sie täglich sehen könnt, damit Ihr Euch an diese positiven Begebenheiten zurück erinnern könnt.

Neujahrsritual “Revue passieren lassen”

Alles hierzu findet Ihr in diesem Artikel:
Auf in ein neues Jahr – Neujahrsritual + Goodie
Anregungen was man alles loslassen kann und zwar “sofort”, findet Ihr übrigens in meinem passenden Artikel: https://www.frau-achtsamkeit.de/dinge-die-du-sofort-loslassen-kannst/

Neujahrsritual “magisches Kerzen-Ritual”

Wer mag, der kann im Vorfeld mit z.B. dieser Anleitung Kerzen in einem Glas selber machen. Was Du brauchst:
  • ein paar Kerzen im Glas
  • ätherische Öle nach Wahl
  • etwas zum Verzieren der Gläser (z.B. Glitzerstifte, Glasstifte, Aufkleber, Perlen o.ä.)
  • Stift + Papier
Verziert die Kerzengläser ganz nach Eurem Geschmack. Schreibt oder malt z.B. Eure Wünsche und Ziele, Eure Gedanken oder etwas, das Ihr damit verbindet, auf die Gläser oder verziert sie so, wie es Euch eben gefällt. Wenn Ihr damit fertig seid, holt Euch den Stift + Papier und schreibt auf kleine Zettelchen Eure Wünsche & Ziele. Legt diese unter das Kerzenglas (Tipp: wer die Kerzen selber macht, der kann das Stück Papier auch in den Glasboden gießen!). Gebt, wenn Ihr mögt, etwas ätherisches Öl in die Kerze (Wacholderöl kräftigt und stärkt uns, Calendula beruhigt, Edeltanne stärkt unsere Widerstandskraft und gibt uns Halt, Ingweröl hilft uns bei Entscheidungen, Jasminöl ist das Öl der Liebe …) und zündet die Kerze dann an. Stellt Euch dabei vor, wie Ihr Eure Wünsche, Ziele und Gedanken in das Universum schickt. Pustet die Kerze nicht aus, sonst blast ihr Eure Wünsche ja weg 🙂 Lasst sie also brennen, bis sie von alleine ausgeht. Dafür ist natürlich wichtig, dass sie ungestört und vor allem gefahrlos abbrennen kann.

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