Achtsamkeit Selbstreflexion Soulspiration

Dinge, die Du sofort loslassen kannst

Ich war für das neue Jahr auf der Suche nach Anregungen, was man so loslassen kann. Sofort, ohne lang zu überlegen oder zu üben. Als Denkanstoß für die letzten Tage im Jahr, für die Rauhnacht Meditationen, aber auch für einen gedanklichen Neuanfang in 2018. Ich fand unglaublich vielversprechende Artikel. Man scrollt, scrollt, scrollt durch die Seite und weiß nach 5 Minuten scrollen und 30 fetten Überschriften über das Loslassen endlich was kommt: NICHTS. Nur ein ebook, das dann natürlich alle Antworten bereithalten soll. Für jetzt nur xx Euro, statt xy Euro. Wow.

Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich einfach zu hohe Ansprüche habe. Man kann doch sein Business machen, Geld verdienen UND relevante Informationen liefern. Zumindest bilde ich mir ein, dass ich das kann 😀 Heißt also wieder: hinsetzen, überlegen, selber machen und das, was dabei raus kommt, an Euch weiter geben. Hier ist das Ergebnis!

Wenn ich darüber nachdenke, was Menschen in meinem Umfeld, aber auch was mich persönlich “hemmt” und was das Päckchen, das wir zu tragen haben, schwerer macht, dann fallen mir die folgenden Sachen ein, die man sofort loslassen kann (wenn man bereit dazu ist):

Wenn ich loslasse, was ich bin, werde ich, was ich sein könnte. Wenn ich loslasse, was ich habe, bekomme ich was ich brauche. (Laotse)
  • Selbstzweifel

    Du bist gut, so wie Du bist. Ich bin gut, wie ich bin. Wir sind so, wie wir sind, genau richtig. Für jetzt. Was wir schaffen wollen, das können wir schaffen. Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln. Was immer gewesen ist, was auch immer man uns gesagt hat: wir haben selbst in der Hand, ob wir das zu unserer Wahrheit werden lassen oder nicht. Wenn wir daran glauben, dass wir etwas nicht schaffen oder schlecht sind, dann ist es so. Es gibt dann keinen anderen Weg. Also: loslassen! Weg mit den scheiß Selbstzweifeln.

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  • Menschen

    Ich mach das seit einigen Jahren sehr konsequent. Jeder, der mich belächelt, nicht hinter mir steht, sich über mich lustig macht, mich runter zieht oder mir auf sonst irgendeine Art und Weise nicht gut tut, hat keinen Platz mehr in meinem Leben. Menschen, die mir nicht gut tun, oder die ich nicht mag, streiche ich konsequent raus. Weil es mein Leben ist und weil ich mich damit nicht beschäftigen MUSS. Grenzt Euch davon ab. Ihr müsst keinen Kontakt zu Euren Eltern haben, wenn sie Euch nicht gut tun. Ihr müsst mit Eurer/Eurem Partner/in nicht mehr zusammen sein, wenn Ihr Euch nicht mehr liebt, Gewalt ausgesetzt seid oder sonst irgendwas nicht stimmt. Ihr müsst die Sticheleien eines/r Bekannten nicht länger ertragen. Müsst Eure Zeit nicht auf langweiligen Geburtstagen oder in einem Café totschlagen. Macht Euch frei davon. Ich kann bestätigen: das tut saumäßig gut!

  • negative Gedanken

    Weg damit. Eure Gedanken bestimmen zu einem Großteil Euer Gemüt UND Euer Leben. Lasst die ewige Schwarzmalerei los. Bevor Ihr Euch davon lösen könnt, kann es hilfreich sein, sich all die negativen Gedanken bewusst zu machen. Vielleicht sogar aufzuschreiben und zu verbrennen? Ich glaube beispielsweise immer wieder, das Andere alles besser können als ich, dass das, was ich mache, nichts wert ist. Dass ich es sowieso nicht schaffe. Dass ich nicht sonderlich intelligent bin. Dass man mich niemals ernst nehmen wird usw. Das muss auf jeden Fall aufhören.

Da Vergänglichkeit für uns gleichbedeutend ist mit Schmerz, klammern wir uns verzweifelt an die Dinge, obwohl sie sich ständig ändern. Wir haben Angst loszulassen, wir haben Angst, wirklich zu leben, weil leben lernen loslassen lernen bedeutet. Es liegt eine tragische Komik in unserem Festhalten: Es ist nicht nur vergeblich, sondern es beschert uns genau den Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollten. Die Absicht hinter dem Greifen ist nicht unbedingt schlecht. Es ist an sich nichts falsch an dem Wunsch, glücklich zu sein; weil aber das, wonach wir greifen, von Natur aus ungreifbar ist, schaffen wir uns immer nur Frustration und Leiden. (Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben)
  • Ausflüchte

    Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich habe ein großes Problem damit, zudem zu stehen, was ich sage. Immer wieder verliere ich mich in Erklärungen oder Ausflüchten für etwas, das einfach so ist wie es ist, weil ICH es so empfinde. Ständig will ich allen Menschen alles erklären, stehe aber oft auch nicht zudem, was ich gesagt habe, weil ich keinen Bock auf das Gefühl habe, nicht ernst genommen zu werden und auch, weil ich mich in Erklärungen so sehr verliere und mir (aus Unsicherheit) selbst widerspreche. Durch diese Erklärungen oder Ausflüchte, aber auch durch ein “Jaja, stimmt” das ich gar nicht so meine, stehe ich nicht zu mir. Das kann und sollte man sein lassen. Ich muss nicht erklären, warum Naturkosmetik besser ist, warum mein Job mit dem Blog ein ganz normaler Job ist, warum ich aus Wuppertal raus will, ich muss nicht ständig betonen, wie viele Stunden ich arbeite, wie viel Geld ich sparen kann oder warum ich mir wie viel freie Zeit nehme. Es ist mein Leben, niemand sonst muss es leben. Niemand sonst muss genauso leben und niemand muss das verstehen. Es gibt keine Notwendigkeit irgendwas zu erklären. Das was für mich ist, ist einfach. Dazu sollten wir stehen. Volle Kanone!

  • Reue

    Weg damit. Das ist etwas, das ich wirklich gut kann. Ich bereue eigentlich gar nichts. Weil ich es eh nicht ändern kann, aber auch weil ich fest davon überzeugt bin, dass alles irgendeinen Sinn hat(te). Für die, die viel bereuen ist wichtig: ihr könnt nichts daran ändern, nichts wieder gut machen. Eines dieser schlechten Gefühle, das man besonders loslassen sollte, weil es uns runter zieht.
  • Angst vor den Gedanken anderer

    Voll mein Thema. Was denken die im Supermarkt, wenn ich morgens zwei Flaschen Wodka kaufe? Ich muss das mit dem vegan sein nochmal erklären, nachher denken alle, ich bin so ne fanatische Veganerin. Oh Gott, wenn die mich nach 15 Jahren wieder sehen, sind die sicher total schockiert, weil ich so fett geworden bin. Ne, im Restaurant kannste jetzt nicht so viel fressen, was sollen die denn denken? Du kannst Ihr jetzt nicht sagen, was Du wirklich davon hältst, nachher denkt sie, du magst sie nicht mehr und so weiter und so fort. Diese Liste könnte ich wirklich unendlich fortführen. Ich bin nämlich nicht nur den ganzen Tag damit beschäftigt, mir sämtliche Emotionen anderer aufzuladen, sondern auch damit, was andere wohl so denken. Von morgens bis abends. Furchtbar. Die Angst vor den Gedanken anderer muss man loslassen.  Es ist so sinnlos. Nicht nur, weil wir ja nicht mal WIRKLICH wissen können, was andere über uns denken, noch können wir das in irgendeiner Art und Weise beeinflussen. Letzten Endes kann es aber auch total egal sein. Wenn jemand glaubt, dass ich den ganzen Tag rum chille und mein Leben nicht im Griff habe, ändert das nichts an der Realität. Wenn jemand glaubt, dass ich ein spiritueller Freak bin, ändert auch das nichts an der Realität. Also können die Leute glauben, was immer sie wollen. Gefallen kann man ohnehin nicht jedem.
Wenn Du etwas loslässt, bist Du etwas glücklicher. Wenn Du viel loslässt, bist Du viel glücklicher. Wenn Du ganz loslässt, bist Du frei. (Ajahn Chah)
  • alten Kram

    Ausmisten. Am besten noch heute! Das tut SO gut und ist, zumindest für mich, die schönste und einfachste Form des Loslassens. Einfach in den Schrank gucken und alles raus, was keine Bedeutung hat oder dort schon seit Ewigkeiten schlummert. Das, wo Erinnerungen dran hängen, kann man fotografieren. Die Erinnerungen bleiben auch ohne die Gegenstände. Ausmisten tut mir ganz unwahrscheinlich gut und mein größter Wunsch ist es, das alles so clean ist, wie unsere Besteckschublade mit jeweils maximal 6 Messern/Löffeln/Gabeln. Bei den meisten Schränken komme ich diesem Wunsch schon sehr, sehr nah. Vermutlich ist meine Wohnung schon deutlich minimalistischer, als die vieler anderer. Aber mir selbst kommt es immer noch viel zu viel vor. Lasst alten Kram aus Euren Schränken los, es tut soooo gut.

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Ein witziges, hilfreiches und vor allem lebensnahes Buch, das zum Nachdenken anregt und die richtigen Impulse gibt.
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Für mich DAS Buch überhaupt, um an sich selbst zu arbeiten und viele Prozesse in uns besser zu verstehen. Auch für das Loslassen sehr hilfreich.
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Für alle, die gern meditieren und Hilfe suchen, um den nötigen Abstand zu unterschiedlichen Bindungen und Abhängigkeiten zu bekommen.
Ein Kurs in wahrem Loslassen: Durch das Tor des Fühlens zu innerer Freiheit (21,99€)
Dieses Buch habe ich mir selbst noch nicht gekauft, steht aber auf meiner Wunschliste. “Der bekannte spirituelle Lehrer und Psychotherapeut Christian Meyer zeigt, wie es uns gelingt, wahrhaftig loszulassen. In sieben aufeinander aufbauenden Schritten beschreibt er einen leicht nachvollziehbaren Weg hin zu immer größerer Freiheit und Lebendigkeit.”

2 Kommentare

  • Liebe Sandra,
    über den Beitrag “Lebenskunst: Einfach leben” in der aktuellen Ausgabe der Naturkosmetik-Zeitschrift Cosmia bin ich auf Deinen Blog gestossen und bereits nach dem Lesen dieses für mich ersten Artikels möchte ich laut und aus ganzem Herzen rufen: juhuuuuu, da schreibt mir jemand aus dem Herzen! Da passt jedes Wort auch auf mich, in diesen Zeilen fühle ich mich geborgen und zu Hause!
    Ich werde den Artikel ausdrucken und zum immer wieder daran erinnern direkt oben auf meinen Schreibtisch legen!
    Danke dafür – ich schaue ab sofort öfters hier vorbei!
    Liebe unbekannte Grüße
    Claudia

  • Liebe Claudia,

    vielen herzlichen Dank für dein tolles Feedback! Ich freue mich unwahrscheinlich, dass Du über den Artikel den Weg zu mir gefunden hast.
    Noch viel mehr allerdings freue ich mich, dass Dich genau dieser Artikel “abgeholt” hat und so gut für Dich passt!
    Ich wünsche Dir irre viel Erfolg beim Loslassen!

    Viele Grüße,
    Sandra

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