Achtsamkeit Soulspiration

#mindfulmonday – Achtsamkeit in Krisenzeiten

Mein letzter #mindfulmonday ist eine Weile her drum, wer sich nicht erinnert:

Montage sind für den Großteil von uns ätzend. Nach dem Wochenende müssen wir erst mal wieder in Fahrt kommen. Ich will mit Euch diesen einen Tag der Woche für eine Achtsamkeitsübung nutzen. Jeden Montag zeige ich Euch eine kleine Übung, eine Idee, etwas Inspirierendes, das unsere Achtsamkeit schult und uns für einen Moment achtsam sein lässt.


Achtsamkeit kann (muss aber nicht, bitte hierzu auch nochmal auf die Risiken & Nebenwirkungen achten) uns in Krisenzeiten dabei helfen, diese besser zu meistern, indem sie uns mental stärkt. Darum soll es heute gehen. Was kann man in Zeiten wie diesen (Stichwort “Corona-Krise”) tun, um sich selbst zu unterstützen?

Achtsamkeit in Krisenzeiten (meine Ideen)

  1. Im JETZT bleiben
    Was ich bei mir, aber auch bei vielen Menschen in meinem Umfeld bemerke: die Gedanken schweifen immer wieder in die Zukunft. “Was wäre wenn …?”. Man malt sich Szenarien aus, die komplett der eigenen Phantasie entspringen. Alles, das nicht JETZT statt findet, ist Phantasie. Sich über etwas zu sorgen, von dem man noch gar nicht weiß, ob und wie es eintrifft, ist nicht hilfreich. Im Gegenteil klaut es uns die Energie, die wir jetzt gerade brauchen. Ich versuche mich deshalb immer wieder ins Jetzt zurück zu holen und nicht über “Hätte, wenn und aber” nachzudenken. Was mir dabei hilft ist, etwas (für mich) Sinnvolles tun. Kochen, schreiben, lesen, meditieren, malen, Sport, mit den Tieren kuscheln, mit jemandem telefonieren usw. Aber auch völlig Alltägliches (wie das Händewaschen oder eine Tasse Kaffee trinken) bewusster wahrnehmen. Mir fällt es z.B. total schwer, einen Kaffee zu trinken und nichts weiter zu tun oder zu denken. Das zu üben hilft mir aber sehr 🙂
  2. Weniger ist mehr
    Das gilt (für mich) insbesondere für Nachrichten und das Internet. Ich merke immer wieder, wie mich die Meldungen der Todesfälle oder neuen Erkrankungen oder irgendwelcher anderer Schreckensnachrichten nervös machen. Manchmal zieht sich diese Nervosität ganz unbewusst durch den ganzen Tag, ohne dass ich bewusst bemerke und verstehe, woher sie kommt. Auch all die tollen Bildchen und Nachrichten und Aufrufe in den sozialen Medien machen mich nervös oder wütend. Wenn es dir auch so geht, dann versuche weniger davon zu konsumieren. Ich lese und schaue aktuell GAR KEINE Nachrichten mehr. Außerdem habe ich alle Leute deabonniert oder entfreundet, die irgendwelche Verschwörungstheorien teilen oder bei denen es STÄNDIG NUR um Angst und Schrecken und all das Leid geht. Wir können jeder Zeit entscheiden, was wir konsumieren wollen und was nicht. Für mich gilt in diesem Fall: weniger ist mehr! Das tut mir sehr gut.
  3. Rituale
    Etwas, dass ich seit meiner Selbstständigkeit ohnehin in mein Leben etabliert habe, das insbesondere jetzt, wo viele im Homeoffice sind, ganz besonders hilfreichsein kann. Dem Tag eine grobe Struktur zu geben, die Handlungen in einen flexiblen Rahmen zu packen, kann dabei helfen, nicht den Fokus zu verlieren und z.B. in Gedankenstrudeln zu versinken. Zumindest geht es mir so. Entsprechend wichtig sind mir nicht nur meine Morgenrituale und Einschlafrituale, sondern auch feste Strukturen im Verlauf des Tages. Dazu gehören feste Essenszeiten, ein Spaziergang am Mittag, eine feste Zeit für den Feierabend, aber auch monatlich wiederkehrende Rituale zum Beispiel in Bezug auf Neumond und Vollmond.
  4. Gutes tun
    Ich versuche mir ganz besonders – aber nicht nur – in Krisenzeiten so viel Gutes zu tun wie möglich. Damit meine ich nicht, dass ich wie wild irgendwelche Sachen kaufe, sondern das tue, was mich glücklich macht. Raus gehen, entspannen, die Seele baumeln lassen. Gleichzeitig versuche ich auch für andere da zu sein und ihnen Gutes zu tun.
  5. Selbstreflexion
    Ich LIEBE es, das was in mir vorgeht, von vielen Seiten zu beleuchten und genau hinzuschauen. Das gelingt mir mit Fragen am besten.Die Selbstreflexion hilft, einen anderen Blickwinkel einzunehmen Weiter unten findet ihr ein paar Ideen.
  6. Sich erden
    Diesem Thema habe ich schon mal einen gesamten Artikel gewidmet. Dort findet ihr mehr zum Thema “sich erden“.
  7. Beschäftigung
    Für alle, denen die Decke auf den Kopf fällt und die nicht so richtig wissen, wie sie ihre Zeit als Single. Paar oder mit Kindern nutzen sollen, habe ich hier noch ein paar Ideen gesammelt.
  8. Buchempfehlungen
    Zum Thema “Krisen meistern” gibt es auch das ein oder andere Buch, das Inspiration bereit hält. Meine Empfehlungen:

Fragen zur Selbstreflexion in Krisenzeiten:

Was kann ich aus dieser Krise für mich lernen? Was darf so bleiben? Was möchte ich in Zukunft verändern? Was macht mir Angst / Wovor habe ich Angst? Warum macht es mir Angst? Ist meine Angst realistisch? Was ist JETZT? Will ich überhaupt, dass es mir gerade gut geht? Was kann ich tun, damit es mir gut/besser geht? Was tue ich konkret dafür? Kann ich mir Hilfe suchen? Was kann ich anderen geben? Was wünsche ich mir? Welche Hoffnungen habe ich? Wie kann ich die Situation für mich (besser) nutzen? Was sind gerade jetzt meine Stärken und wie kann ich sie einsetzen? Was wünsche ich mir genau jetzt? Wie kann ich besser für mich sorgen?


Ich wünsche euch einen wunderschönen Start in den Montag!

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