Achtsamkeit

#mindfulmonday Achtsamkeitsübung – Annehmen

Montage sind für den Großteil von uns ätzend. Nach dem Wochenende müssen wir erst mal wieder in Fahrt kommen. Ich will mit Euch diesen einen Tag der Woche für eine Achtsamkeitsübung nutzen. Jeden Montag zeige ich Euch eine kleine Übung, eine Idee, etwas Inspirierendes, das unsere Achtsamkeit schult und uns für einen Moment achtsam sein lässt.
Wir alle haben irgendwas an uns, das uns nervt und dem wir viel zu viel Aufmerksamkeit schenken. Etwas, dass wir vielleicht nicht ändern können oder dessen Änderung besonders viel Zeit und Kraft in Anspruch nimmt. Was wäre aber, wenn wir versuchen würden, diese Sache(n) anzunehmen? Einfach als Teil eines großen Ganzen, etwas das eben zu uns gehört und uns zu dem Menschen macht, der wir sind? Wer mir auch als “DieCheckerin.de” folgt, der hat ein Déjà-vu und weiß woher dieser Gedankengang kommt. Alle die es nicht wissen aber interessiert am Ursprung sind, können es >>hier<< nachlesen. Ich glaube, dass das Annehmen unglaublich wichtig ist. Das ist eigentlich keine neue Erkenntnis, Selbstliebe war hier ja sogar schon mal Thema (und hier auch: Als ich mich selbst zu lieben begann), aber das Annehmen ist das Fundament der Selbstliebe. Wie soll man sich, mit all seinen Facetten, selbst lieben, wenn man nie versucht oder gelernt hat, überhaupt erst das anzunehmen, was ist. Ein unglaublich wichtiges Thema, das auch in meinem Leben viel viel viel zu oft ignoriert wird. Immer und immer wieder versuche ich Dinge an mir oder von mir zu optimieren, die vielleicht auch gar keiner Optimierung bedürfen. Anzunehmen was ist, bedeutet nicht, dass man alles an sich hinnimmt und erduldet, sondern dass man es akzeptiert. Die innere Haltung ist das Wichtige und das kann man trainieren. Heute möchte ich Euch dazu anregen, zum einen aufzuschreiben, was an Euch ihr nicht annehmt und zum anderen sich aus diesen nicht angenommenen Sachen eine Sache auszusuchen, die ihr in dieser Woche versucht, doch etwas besser anzunehmen. Ich zum Beispiel bin immer mehr genervt von meiner Unsicherheit, die eine sehr große Rolle in meinem Leben spielt. Am liebsten würde ich sie einfach abstreifen und ab sofort völlig losgelöst, selbstbewusst und sicher durch die Welt laufen. Aber jedes Mal, wenn ich mich versuche, dieser Unsicherheit zu stellen und sie irgendwie los zu werden, wird eigentlich alles nur noch schlimmer. Deshalb möchte ich versuchen, wie es mir eigentlich auf lange Sicht damit geht, wenn ich einfach akzeptiere, dass ich in manchen Situationen unsicher bin und mich unbehaglich fühle. Etwas anzunehmen meint vor allem, wahr zu nehmen, dass es existiert und dabei nicht zu versuchen, es zu ändern. Sich vielleicht dem Gefühl hinzugeben, oder dem Anblick von etwas. Dieses “etwas”, das wir eigentlich mit allen Mitteln bekämpfen wollen, gedanklich in den Arm zu nehmen und zu sagen: “Hey, schön, dass Du da bist. Setz Dich. Nimm dir nen Tee. Du nervst mich aber du bist mir auch ganz schön ans Herz gewachsen und ohne Dich wäre ich gar nicht mehr ich selbst. Ich nehm dich einfach an die lange Leine und wir lassen uns beide so sein wie wir sind.“ In Situationen, in denen Ihr das Gefühl habt, von Euren (negativen und wertenden) Gefühlen oder Gedanken so übermannt zu werden, dass Ihr nicht mal dazu kommt, überhaupt wertfrei zu “bemerken”, was da für ein Widerstand in Euch aufkeimt, helfen Euch vielleicht künftig kleine Atemübungen. Zum Kopf frei machen wird empfohlen 3 Sekunden durch die Nase einzuatmen und 9 Sekunden durch den Mund geräuschvoll auszuatmen und das Ganze über mehrere Minuten zu wiederholen. Wer mit einer Atemübung eher für Beruhigung sorgen möchte, atmet 3 Sekunden ein, hält 6  Sekunden die Luft an, atmet 3 Sekunden aus und hält weitere 6 Sekunden inne. Auch diese Übung wiederholt Ihr mehrere Minuten. Die letzte Übung bedarf ggf. etwas Praxis, bis ihr sie problemlos durchführen könnt. So oder so könnt Ihr mit viel Übung und wenig Schnick Schnack versuchen, Eure “Fehler” als Teil von Euch anzunehmen, statt sie ständig untergraben und verändern zu wollen. Ich glaube, dass es hierfür keine besondere Taktik oder eine Liste an Aufgaben benötigt, an der man sich entlang hangelt. Der bewusste Umgang mit dem Thema und das Erkennen einer vielleicht manchmal sogar “Überoptimierung” oder zu harschen Kritik an sich selbst, reicht glaube ich oft schon aus, damit Ihr bedachter mit der negativen Bewertung von Euch umgeht.  Seid nicht so hart zu Euch selbst und genießt wer Ihr seid und was Euch zu dem Menschen macht, der Ihr seid.

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