Selbstreflexion Soulspiration

Wie der Abbau von Vorurteilen mein Leben bereichert

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Ich war ein Mensch, der bis oben hin mit Vorurteilen vollgestopft war (und wahrscheinlich in vielen Bereichen immer noch ist). Sich das einzugestehen war nicht leicht. Insbesondere weil ich mit diesem Eingeständnis auch ganz klar vor Augen hatte, wie oft ich mich durch meine eigenen Vorurteile selbst verleugnet oder zumindest verbogen habe. Aber alles im Leben bedarf Entwicklungen und die wiederum brauchen die richtigen Umstände. Das darf so sein und muss wahrscheinlich auch irgendwie so sein.

Mein Leben hat mir bei der Entwicklung unter die Arme gegriffen, in dem es mir Hürden vor die Füße warf, die mich auf den Boden der Tatsachen holten und mir die Augen öffneten. Ich habe nie so klar gesehen, wie in den letzten Jahren (und doch liegt vieles noch im Nebel verborgen). Neben den Veränderungen, die ich hier schon oft angesprochen habe (vgl. zum Beispiel hier oder hier oder hier oder hier), gehört auch der Abbau einiger meiner Vorurteile zu den großen Veränderungen meines Lebens dazu.

Denn dadurch kam so viel Positives in mein Leben, dass ich es manchmal selbst nicht so richtig glauben kann. Vorurteile gehören zu unserem Leben dazu, bewahren uns manchmal vielleicht auch vor falschen Entscheidungen oder Verletzungen, insgesamt empfinde ich vViele auferlegte/anerzogene/gesellschaftlich normale Glaubensstrukturen aber eher als einengend.

Wenn wir uns nämlich aus unserer Vorurteile-Komfortzone heraus wagen, passiert plötzlich das, was wir uns alle wünschen: Liebe & Fülle machen sich breit. Natürlich nicht 24/7 und in jeder Zelle unseres Körper, aber doch spürbar präsenter als zuvor.

Ich habe angefangen, mich öfter selbst zu informieren und mir mein Urteil selbst zu bilden, statt vorschnell das für voll zu nehmen, was mir irgendjemand irgendwann mal für richtig verkauft hat. Das fängt mit vermeintlich banalen Dingen wie z.B. Menschen ihrer Optik nach zu beurteilen (Blondinen sind dumm, Männer die rosa tragen potentiell schwul, Tätowierte kriminiell usw.) an und geht mit tiefgreifenden Vorurteilen, die uns im Alltag oft gar nicht bewusst sind, weiter.

Völlig davon freisprechen können wir uns davon sicher nie, aber ich finde es hilft, sich den eigenen Gedanken dahingehend bewusst zu werden und den Menschen eine Chance zu geben. Ich mag dazu den folgenden Aphorismus:

Nicht jeder, der danach aussieht, ist ein Gammler. Vielleicht hat er vier Töchter und nur ein Badezimmer.
© Markus M. Ronner


Was mir mit Vorurteilen u.a. verwehrt geblieben wäre:

  1. Ich wäre niemals Veganerin geworden. Hätte nie gemerkt, wie unglaublich vielfältig die vegane Küche ist und wie wenig ich bisher über unsere Nahrung und Ernährung im Gesamten wusste.
  2. Ich hätte nie hinterfragt, ob “Ökos” wirklich solche Freaks sind, die einfach irgendeinem Ideal hinterhereifern und in ihrer eigenen, militanten Welt leben (tun sie nämlich nicht!)
  3. Ich hätte niemals so innige Freundschaften und Erfahrungen in einer Gruppe von Frauen machen können, weil ich weiterhin davon ausgegangen wäre, dass ich nur mit Männern gut umgehen und gut reden kann.
  4. Ich wäre niemals zu einem Frauenworkshop gegangen und damit wäre mir eine Vielzahl an Erfahrungen und Veränderungen verwehrt geblieben
  5. Ich hätte niemals erfahren dürfen, dass ich mehr als 1 Meter joggen und sogar schnell laufen kann,
  6. Zu bemerken, dass Yoga auch für fülligere Menschen möglich und seeeeehr erfüllend ist.
  7. Mein Freund (mein Freund und ich haben uns vor fast 18 Jahren im Internet kennen gelernt und uns erst acht Jahre später getroffen, die ganze Story könnt ihr Euch hier anhören: KLICK!, ich ging immer davon aus, dass Internetbekanntschaften freakig sein müssen 😉 )
  8. Und ja, ich hätte nie bemerkt, dass meine ehemaligen Kollegen aus Osteuropa alle studiert sind, fließend Englisch sprechen und unglaublich viel auf dem Kasten haben (mein Vorurteil damals: die werden hier nur ausgebeutet und kriegen maximal Putzjobs)
  9. Ich hätte niemals meinen Beruf selbst kreiert und wäre weiterhin dem “Erst die Arbeit, dann das Vergnügen” und “Müßiggang ist aller Laster Anfang” Gedanken gefolgt, um unglücklich bis an mein Lebensende eine 40 oder 50 Stunden Woche zu kloppen.
  10. Ich hätte niemals Menstruationstassen ausprobiert und lieben gelernt
  11. ich hätte niemals gespürt, dass Energien kein Hokuspokus sind, sondern ein täglicher Begleiter, der uns Kraft geben und uns den Weg leiten kann. Isso!

Von meiner Seite aus gibt es deshalb nochmal die ganz große Empfehlung: traut Euch, auch mal etwas außerhalb Eurer Denkstrukturen und Eurer Komfortzone zu fischen und zu schauen, was da noch auf Euch wartet. Gebt Menschen, Situationen, Veränderungen und Dingen eine kleine Chance, auch wenn ihr sie für gewöhnlich erst mal ablehnen würdet. Das kann so wunderherrlich bereichernd sein!

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