Achtsamkeit

#mindfulmonday Achtsamkeitsübung – Routine aufbrechen

Montage sind für den Großteil von uns ätzend. Nach dem Wochenende müssen wir erst mal wieder in Fahrt kommen. Ich will mit Euch diesen einen Tag der Woche für eine Achtsamkeitsübung nutzen. Jeden Montag zeige ich Euch eine kleine Übung, eine Idee, etwas Inspirierendes, das unsere Achtsamkeit schult und uns für einen Moment achtsam sein lässt.


Eine Sache, die ich durch das Buch “Das Achtsamkeitstraining“* (Partnerlink) von Mark Williams und Danny Penman wieder entdeckt und ca. 2008 das erste Mal geübt habe, ist das Aufbrechen von Routine-Handlungen im Alltag. Routinierte Handlungen, die wir Tag täglich beinah regelrecht automatisch und damit oft auch achtlos “vollziehen” mal ganz anders auszuführen und bewusster wahrzunehmen, ist nicht nur Gehirnjogging sondern auch spannend und irgendwie befreiend.

Die Übung für diese Woche ist auf den ersten Blick also klitzeklein, ihr werdet beim Ausführen aber merken, dass das eigentlich ein großer Schritt ist. Und tatsächlich fordert es einiges an Disziplin (so war es jedenfalls bei mir), die Routine zu brechen.

Tipps zur Durchführung:

  1. such Dir eine alltägliche Situation heraus, die Du bisher ohne nachzudenken durchgeführt hast (z.B. Zähne putzen, frühstücken, Duschen, Auto fahren o.ä.)
  2. sieh genau hin! Achte auf jedes Detail und sei in diesem Moment präsent. Denk beim Zähne putzen/duschen/Auto fahren/… nicht daran, was Du noch alles zu tun hast. Bleib nur bei dem, was Du gerade machst. Wie fühlt es sich an? Was erlebst Du dabei? Welche Details fallen Dir auf? Zum Beispiel wie sich der Sitz des Autos im Rücken anfühlt, wie die Zahnbürste geformt ist, wie der Duschschaum im Abfluss verschwindet und so weiter.
  3. Versuche die Routine so gut es geht aufzubrechen, so dass du diese eine Handlung nicht mehr automatisch nebenbei erledigst, sondern ganz bewusst und mit “wachem Geist”
  4. bei mir war es übrigens so, dass mir plötzlich nicht nur aufgefallen ist, wie viel man im routinierten Alltag so verpasst, sondern auch, wie nervig manche Situationen sind. Im Zuge dessen war ich wieder bei der wertfreien Wahrnehmung und der Frage, ob Routine eigentlich automatisch zu Wertfreiheit führt ?! Könnte man ewig so weiter spinnen. Wenn ich z.B. nervige Menschen einfach als Fliegen ansehe, die nichts dafür können, dass sie nerven und zum Alltag dazu gehören… vielleicht komme ich auf den Gedanken nochmal zurück 😉

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