Selbstreflexion Soulspiration

Verbundenheit unter Frauen – eine Utopie?

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Frauen sind hart gegeneinander.
Oscar Wilde (1854 – 1900)

Freundschaft zwischen zwei Frauen ist entweder ein Nichtangriffspakt oder eine Verschwörung gegen eine dritte.
© Markus M. Ronner (*1939)

Nur Witwer haben Engel als Frauen.
Kalenderspruch

Die Frauen sind Freundinnen des Teufels.
Aus Arabien

Diese und noch viele andere Aussagen, die in diese Richtung gehen, findet man, wenn man nach Aphorismen über Frauen(freundschaften) sucht. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass Frauen sich untereinander die Augen auskratzen. Stutenbissigkeit und Zickenkriege regieren das Verhältnis untereinander. Ich habe Stunden damit verbracht, einen schönen Aphorismus über Frauenfreundschaften oder Verbundenheit zu finden und bin gescheitert. In unserer Gesellschaft scheint Verbundenheit unter Frauen nicht existent. Wie traurig ist das?

Auch ich habe genau das von Frauen gedacht und mich deshalb weitestgehend von ihnen fern gehalten. Mit Männern kam ich besser klar. Das war unkomplizierter. Als ich mich zum Workshop “Gefährtinnen – die neue Freude am FrauSein” von Magdalena Salvato angemeldet habe, war unter anderem dieses “Frauending” der Faktor, der mich lange grübeln ließ. Nur mit Frauen in einer Gruppe? Wie ätzend. Das KANN ja gar nicht gut gehen und läuft auf Zickenkrieg und Stutenbissigkeit hinaus. Und gleichzeitig war auch genau diese Frauenverbundenheit das, was ich so sehr in meinem Leben vermisst habe.

Dank Magdalenas Workshops durfte ich spüren und erleben, dass Verbundenheit unter Frauen existiert. Weil wir Frauen mitnichten so sind, wie uns die Gesellschaft eintrichtern möchte. Tief in uns liegt die Sehnsucht nach Verbundenheit und Wertschätzung. Wir können das sehr gut, wenn wir es denn zu lassen.

Es ist eigentlich, aus meiner Sicht, ähnlich wie bei negativen Glaubenssätzen: uns wird ständig gesagt/gezeigt, wie Frauen sich untereinander verhalten). Unsere Erziehung, aber auch das gesamte gesellschaftliche Tun und Wirken zeigt uns genau das. In Filmen agieren Frauen zum Großteil gegeneinander, abschätzige Blicke hier, Intrigen und Zickenkriege ja oft sogar schon in der Grundschule. Frauen machen sich gegenseitig keine Komplimente, gönnen sich nichts, sind hinterhältig, konkurrieren massiv untereinander usw.

Eine selbst erfüllende Prophezeiung. Ich erwarte es, setze es voraus, verhalte mich entsprechend und ziehe das an, was ich aussende. Es kann in solchen Situationen gar nicht anders laufen, wenn ich selbst (oder mein Gegenüber) nicht erkenne, was schief läuft. Und genau deshalb zieht sich das durch unser gesamtes Leben, solange wie wir es eben genau so leben.

Mit den Workshops habe ich von Treffen zu Treffen gefühlt und gezeigt bekommen, dass wir Frauen nicht so sind, wie man uns nachgesagt hat. Alle Frauen (und es waren seit November 2017 sicherlich an die 80 Stück), die ich in den Workshops von Magdalena Salvato bisher kennen gelernt habe, haben am Ende nahezu dasselbe gesagt:

“Es tut so gut, unter Frauen zu sein, die Gleichheit, Geborgenheit und Verbundenheit zu spüren, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam zu wachsen. Danach habe ich mich immer gesehnt.”

Wir Frauen können untereinander verbunden sein, uns wertschätzen und ernst nehmen. Schwesternschaft ist keine esoterische Wunschvorstellung, sondern absolute Realität, wenn wir bereit sind, diese Wahrheit in unser Leben zu lassen.

 

Ich habe mich noch nie so angenommen, verstanden und gesehen gefühlt, wie im Kreis dieser Frauen. Es ist absolut heilsam, nach 32 Jahren zu erkennen, das es anders gehen kann. Man fällt zwar immer mal wieder in alte Verhaltensmuster zurück (“Mein Gott, wie sieht die denn aus?” – “Was ist das denn für ne arrogante Zicke?”), aber ich kann mittlerweile ganz gut da raus und mit Liebe, statt mit Ablehnung begegnen.

Wenn wir anfangen, die Frauen um uns herum mit anderen, liebevolleren Augen zu sehen, dann kommt genau das auch zurück. Natürlich gibt es Ausnahmen. Das ein oder andere mal muss man sich zusammen reißen, das Verhalten nicht zu persönlich zu nehmen, um die Verletzungen hinter der Fassade wahr nehmen und anerkennen zu können. Sicher ist es auch nicht erstrebenswert, alles und jeden zu lieben, aber wir können unser Bestes tun und verändern alleine mit einer offeneren Haltung sehr viel.

Als ich kürzlich bei Instagram über meine Erfahrungen, die ich durch die Workshops machen durfte, berichtet habe, schrieben ein paar, dass das nicht die Realität ist. Oh doch, das ist sie. GENAU DAS ist die Realität. Es ist eben nicht real, dass sich alle Frauen hassen. Es ist nicht real, dass Frauen untereinander zickig sein müssen. Es ist nicht real, dass es wahre Freundschaft nur unter Männern gibt.

Was real ist ist, dass wir alle unsere Päckchen zu tragen haben. Dass wir alle gleich sind und doch total verschieden. Dass wir die Kräfte, die in uns wohnen erkennen und zulassen können. Dass wir uns gegenseitig inspirieren, stützen, Kraft schenken, anerkennen und lieben können. Und auch, dass die Verbundenheit unter Frauen ganz anders ist, als die Verbundenheit zu einem Mann, aber dennoch genauso tief oder sogar tiefer geht.

Ich bin heilfroh und dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und begriffen habe, dass ich ganz alleine in der Hand habe, was ich in meinem Leben erlebe. Ich kann Liebe, Verbundenheit, Glück und alles, was ich sonst so vermisse, einladen, in dem ich mein Innerstes, mein Verhalten und mein Handeln genau danach ausrichte. Und das ist SO GROßARTIG!

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