Achtsamkeit Soulspiration

#mindfulmonday Achtsamkeitsübung – Digital Detox

Montage sind für den Großteil von uns ätzend. Nach dem Wochenende müssen wir erst mal wieder in Fahrt kommen. Ich will mit Euch diesen einen Tag der Woche für eine Achtsamkeitsübung nutzen. Jeden Montag zeige ich Euch eine kleine Übung, eine Idee, etwas Inspirierendes, das unsere Achtsamkeit schult und uns für einen Moment achtsam sein lässt.


Der Artikel “Mein Leben passt in ein Smartphone” hat Euch vor zwei Wochen nicht nur gut gefallen, sondern viele von Euch, ähnlich wie mich, wach gerüttelt. Was hat sich seit dem getan? Habt Ihr Euer Verhalten aktiv geändert und seid öfter mal “offline gewesen”, in der realen Welt? Oder fällt es Euch, genauso wie mir, schwer das Smartphone beiseite zu legen?

Ihr habt ja sicher mitbekommen, dass ich ein Handy-freies Wochenende eingeläutet hab. Das Smartphone geht in den Flugmodus und außer, um ein paar Fotos zu machen, wird es nicht weiter genutzt. Das tut unwahrscheinlich gut. Der Flugmodus ist für mich wirklich eine tolle Möglichkeit, um auch gedanklich vom Smartphone los zu kommen weil ich eben genau weiß, dass gerade nichts auf meinem Smartphone angezeigt werden kann, weil es keine Verbindung aufbauen kann.

Es ist fast ein bisschen ironisch, dass ich den Android-Nutzern an dieser Stelle eine App empfehle. Diese App ist bisher (für mich) aber ein toller Weg, um das Smartphone wirklich nicht zu nutzen. Die kostenfreie App Digital Detox Challenge tut nichts weiter, als Euer Smartphone für eine bestimmte Zeit zu sperren. Fünf Minuten, fünf Stunden oder fünf Tage. So lange ihr wollt. Wenn Ihr die Challenge abbrecht und Euer Smartphone trotzdem nutzt, wird automatisch ein vorher fester Betrag an die App-Entwickler überwiesen. Wenn bei mir eine Sache funktioniert, dann hat sie mit Geld zu tun 😀

Mir fällt es so auf jeden Fall deutlich leichter, das Smartphone liegen zu lassen. In “Notsituation” kann man den entsprechenden Button drücken um z.B. telefonieren oder das eigene Konto nutzen zu können (ohne mein Handy kann ich z.B. keine Überweisungen tätigen und mich auf vielen Seiten auch nicht einloggen).

Aber all das geht natürlich auch ohne App. Insbesondere, wenn man wirklich will oder wenn man (wie ich) den Partner bittet, das Smartphone einfach weg zu stecken. Ich habe das mit der Sucht nicht nur so daher gesagt, es war absolut ernst gemeint. Und jeder von Euch sollte so ehrlich zu sich selbst sein. Wenn Ihr süchtig seid, sucht jemanden, der Eure Smartphone-Nutzung kontrollieren kann und Euch das Handy zu bestimmten Zeiten aushändigt, wenn Ihr es selbst nicht regulieren könnt.

In dem Moment, wo Euch die exzessive Nutzung des Smartphones nämlich abnervt, habt Ihr doch schon ein Problem erkannt. Das Handy ist für viele im Alltag gar nicht mehr weg zu denken. Als ich damals eine Woche ohne Smartphone ausprobiert habe, haben super viele gesagt “DAS kann ich nicht. Das ist für mich undenkbar und das will ich auch gar nicht.”. Ich finde das total bedenklich. Dass wir ohne dieses Stück meinen, den Kontakt zu Freunden nicht mehr aufrecht erhalten zu können, uns nicht mehr verabreden zu können oder etwas wichtiges in unserem Leben zu verlieren.

Natürlich gehören Smartphones zu unserem Leben dazu aber wir nutzen sie viel zu oft zu exzessiv und rauben vielen Situationen so ihren Zauber. Zum Beispiel, wenn wir unsere Lieblingsband/unsere Kinder/unsere Erlebnisse nur noch über den Bildschirm vom Handy beobachten oder wenn wir einen gemütlichen Abend beim Italiener vor den Dingern verbringen, anstatt gemeinsam zu reden und uns auszutauschen. Fernab von elektronischem Schrott.

Sich dessen bewusst zu werden und das Smartphone entsprechend deutlich achtsamer zu nutzen ist das Ziel des heutigen #mindfulmonday . Wer sich über die eigene Nutzung des Smartphones noch gar nicht so bewusst ist, der mag vielleicht Apps ausprobieren, die die gesamten Aktivitäten am Smartphone tracken und Euch am Ende des Tages sagen, wie viele Minuten oder Stunden ihr es genutzt habt. Ich z.B. nutze hier die Instant-App. Die Ergebnisse von bis zu 6 Stunden täglich haben mir vor ein paar Monaten schmerzhaft die Augen geöffnet. Man bemerkt gar nicht, wie oft man das Smartphone entsperrt und “nur mal eben kurz” drauf schaut bzw. wie viel Zeit da in der Summe verloren geht.

Ich nutze den heutigen #mindfulmonday , nach dem Smartphonefreien Wochenende, jedenfalls für einen kompletten Tag ohne Smartphone. Heute Morgen wird der Artikel einmal für Euch alle geteilt, danach ist mein Smartphone den ganzen Tag komplett ausgeschaltet. Und anstatt am Smartphone rumzufummeln und sich mit dem Leben, dem Glück, den Problemen und Nichtigkeiten anderer Menschen zu beschäftigen, können wir uns nochmal Zeit schenken und uns bewusst mit der Nutzung unseres Smartphones und dessen Konsequenzen auseinandersetzen. Wer macht mit? Ich würde mich wirklich, wirklich freuen, auf Instagram/Facebook oder hier von Euch und Euren Erfahrungen/Gedanken/Ansichten zu dem Thema zu lesen.

 

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