Buchtipps

Buchinspiration Dezember 2018

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Heute kommt die letzte Buchinspiration fĂŒr dieses Jahr! 🙂 Es sind wieder ganz unterschiedliche BĂŒcher. Alte wie neue (dieses Mal allerdings vor allem Neuerscheinungen) Romane, SachbĂŒcher und Ratgeber. Lediglich das Buch “Ästhetisches Sterben” hat es noch nicht in die Buchinspiration geschafft, weil ich es noch nicht gelesen habe.

Der Himmel gehört uns (15,00€)

Luke Alknutt, blanvalet Verlag, 12.11.2018 “Der Himmel gehört uns” ist noch ganz neu auf dem BĂŒchermarkt und meine Meinung weicht von den bisher sehr positiven Meinungen etwas ab. Der Roman besteht aus drei Teilen, wobei Teil 1  nach der eigentlichen Story anknĂŒpft und den Leser erst mal im Dunkeln tappen lĂ€sst. Sinn und Zweck dieses Teils erschließen sich dem Leser erst am Ende des Buchs. Teil 2 besteht zum einen aus einer (fĂŒr mich zu sehr) ausgedehnten ErzĂ€hlung der Liebesgeschichte von Rob (aus dessen Sicht der Roman in der Ich-Perspektive erzĂ€hlt wird) und Anna. Hier habe ich  nahezu alle Seiten ĂŒbersprungen, weil die Kennenlerngeschichte fĂŒr mich sehr langatmig und recht bedeutungslos war. Langatmige Textpassagen mit relativ wenig relevantem Inhalt gab es, fĂŒr meinen persönlichen Geschmack, recht hĂ€ufig im Buch. Es kam im Verlauf des Buchs öfter vor, dass ich mehrere Seiten weiter blĂ€tterte, weil es mir zu langweilig war. Ich finde es gut, wenn man Bezug zu den einzelnen Personen und der Story aufbauen kann, aber ich hatte das GefĂŒhl, dass es hĂ€ufig Informationen gab, die fĂŒr den Leser nicht zwingend von Bedeutung waren. Marius, mit dem ich das Buch zusammen las, hatte denselben Eindruck und stöhnte manchmal “Laaangweilig!”, wenn wieder zu ausufernd erzĂ€hlt wurde 😉 Rund die HĂ€lfte des Buchs, vielleicht auch etwas mehr, war dafĂŒr zutiefst berĂŒhrend und fesselnd. Wir beide fanden insbesondere in Robs AusfĂŒhrungen, in Bezug auf die Heuchelei seiner Mitmenschen und vieler unbedeutender Floskeln, mit denen man im Verlauf der Erkrankung seines Sohns Jack konfrontiert wurde, sehr treffend und realitĂ€tsnah, regelrecht grandios beschrieben. Auch das VerhĂ€ltnis zwischen Anna und Rob, sowie Robs GefĂŒhle wurden interessant umgesetzt und haben uns so mehrere Tage an das Buch gefesselt. Trotz der Langatmigkeit wĂŒrde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Nicht zuletzt, da ich in Sachen langatmiger, langweiliger Passagen vielleicht auch etwas ĂŒberempfindlich bin 😉

Schön, dass es dich gibt! (16,99€)

Laura Malina Seiler, rowohlt Verlag, 20.11.2018  

Ich hatte schon einmal gesagt: ganz warm geworden bin ich mit Laura bisher nicht. WĂ€hrend ich das Hörbuch zu “Mögest Du glĂŒcklich sein!*” an vielen Stellen noch hilfreich fand, ist “Schön, dass es dich gibt!” irgendwie eine Zusammenfassung all dessen, was Laura schon in ihrem ersten Buch, in den Podcasts und den öffentlichen YouTube Videos geteilt hat. Es gibt kaum etwas neues zu entdecken und insgesamt fehlt es mir persönlich in diesem zweiten Buch an Herzblut. Wer wirklich noch gar nichts von Laura kennt, fĂŒr den könnte das Buch ggf. ganz gut sein (wobei ich dennoch ihr erstes Buch persönlich besser finde). FĂŒr alle, die mit Lauras Arbeit vertraut sind, dĂŒrfte das Buch aber wenig neues bereit halten.

Wesentlich gelungener und empfehlenswerter finde ich ihr “Rise up & Shine Journal*” das vor einer Woche erschienen ist. Wobei ich auch da zu Bedenken gebe, dass die 25€ fĂŒr “das bisschen Inspiration” vielleicht recht hoch gegriffen sind. Die Inspiration bekommt man von ihr eben auch online kostenfrei und kann sich so eigene Journaling Ideen erarbeiten.

Die Sprache der Menschlichkeit (20,00€)

Christie Watson, Goldmann,  29.10.2018  

Der Zusatz “Wie wir Kranke wieder als Menschen wahrnehmen und nicht als Patienten” war es, der mich neugierig auf das Buch gemacht hat. Ich habe in den letzten acht Jahren so viele unmenschliche Behandlungen von Patienten erlebt, dass mich das Thema sehr umtreibt. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, hier eine Art Sachbuch vorliegen zu haben, das ĂŒber den Praxisalltag von medizinischem Fachpersonal berichtet.

Fakt ist aber, dass “Die Sprache der Menschlichkeit” eher eine Art autobiografische ErzĂ€hlung aus der Sicht von Christie Watson ist. Ihre ganz persönlichen Geschichten aus 20 Jahren Praxisalltag. Durchaus eine interessante, manchmal berĂŒhrende, manchmal humorvolle ErzĂ€hlung, allerdings letzten Endes mit deutlich weniger Bezug zu den Themen, die ich eigentlich erwartet habe (nĂ€mlich z.B. zur Pflegesituation, Überforderung, Unterbesetzung, Stress, persönlichen Abneigungen und Vorlieben usw.).

Werte fĂŒr die Medizin (22,00€)

Giovanni Maio, Kösel Verlag, 12.11.2018  

“Werte fĂŒr die Medizin” fand ich sehr gelungen, im Hinblick auf die oben noch so vermisste Thematik bzgl. der Probleme im Gesundheitssystem. Dass gute Pflege z.B. nicht mit mehr Geld, sondern vor allem mit mehr Personal, mehr Ruhe und Zeit zu erreichen ist.

Giovanni Maio zeigt in seinem Buch ganz deutlich, welchen ZwĂ€ngen und WidersprĂŒchen medizinische Heilberufe ausgesetzt sind, welche Folgen das fĂŒr die Arbeit und insbesondere fĂŒr das Personal und die Patienten hat. Er zeigt, wie und wodurch das Gesundheitssystem beeinflusst wird und spricht auch darĂŒber, was eigentlich fehlt (eben z.B. oben genannte Punkte). Ein Buch, dass nicht sinnlos auf die Pflegeberufe eindrescht, sondern Probleme klar anspricht, aber auch Mut macht. Mut, dass es einen Weg da heraus gibt.

Weil Du meine Seele streichelst (11,99€)

Subina Giuletti, 12.06.2017    

Ich habe das Buch “Weil du meine Seele streichelst”aus der Not heraus angefangen (unterwegs auf’m Kindle nix anderes dabei gehabt). Ich hatte eigentlich keinen Bock auf ein typisches “Frauenbuch”. Es sollte um Ehe, Geld, Sex und Emanzipation gehen. Diese Themen dann auch noch in einem Buch mit diesem kitschigen Cover – das hat mich echt NULL angesprochen 😂.

Das Buch habe ich dann in der Nacht bis 1 Uhr zu Ende gelesen und dabei ungefĂ€hr alle GefĂŒhle durchlebt, die man so durchleben kann. Es war wie eine gute Meditation. Und es hat unsagbar zum Nachdenken angeregt, mich tief berĂŒhrt.

Eine große, ĂŒberraschende Empfehlung. Wer noch etwas zweifelt, dem empfehle ich die Bewertungen bei Amazon zu lesen. Sie treffen den Nagel auf den Kopf.

Osho: Reife (10,00€)

Osho, 01.101.2004

Puh. “Reife” ist eines dieser BĂŒcher, in dem wirklich viel unnötiger Stuss geschrieben steht. Seinen doch eher unqualifizierten und teilweise derben Aussagen ĂŒber HomosexualitĂ€t, ebenso wie ĂŒber grĂ¶ĂŸere Altersunterschiede kann ich absolut nichts abgewinnen.

Aber an vielen anderen Stellen fand ich das Buch (das bisher insgesamt allerdings das schlechteste Osho Buch war das ich las) sehr gelungen und weise. Man findet immer wieder wirklich hilfreiche Ideen und schlaue Sichtweisen, die ich bisher nirgendwo anders in so treffender Art und Weise finden konnte. Insofern muss man sich aus meiner Sicht ein StĂŒck weit von dem teilweise schlechten Inhalt entfernen, um den Guten genießen zu können.  
 
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