Achtsamkeit Soulspiration

Achtsam essen (mit viel Liebe!)

Hinweis
Dieser Artikel enthält Werbung für etwas, von dem ich zu 100% überzeugt bin und das ich deshalb von Herzen weiterempfehlen kann.

Mit meiner Ernährung stand ich auf Kriegsfuß. Ein ständiges “Musst du so viel/ musst du das noch essen?” hallt seit meiner frühen Jugend durch meinen Kopf. Verbote, selbst auferlegt oder von anderen ausgesprochen, sorg(t)en dafür, dass ich nur noch mehr Hunger bekam und mein Essen, ebenso wie die Portionsgröße in “gut” und “böse” einteilte.

Ernährung ist für mich mit Hast, Schuldgefühlen und vielen negativen Glaubenssätzen verbunden. Ich bin auf dem Weg, das zu verändern und habe mir Hilfe bei einem Profi geholt. Seit August arbeite ich mit Jennifer Witte zusammen und konnte dank ihrer Hilfe bereits einiges auflösen.

Heute möchte ich mit euch die drei Dinge teilen, die mir auf meinem Weg besonders helfen und euch auch daran teilhaben lassen, wie leicht (oder schwer) mir die Umsetzung fällt.

1. Ho’oponopono – das Vergebungsritual

Nachdem wir in Gesprächen heraus fanden, dass das Essen bei mir oft mit schlechten Gedanken & Gefühlen verbunden ist, schlug Jennifer mir vor wenigen Wochen vor, das Ho’oponopono Vergebungsritual auszuprobieren und zu schauen, was es mit mir macht.

Es tut mir leid
Bitte verzeih mir
Danke
Ich liebe Dich.

Achtsam essen Vergebung

In Verbindung damit, mir für mein Essen mehr Zeit zu nehmen und es mehr wert zu schätzen, soll ich diese Ritual insbesondere dann anwenden, wenn ich etwas aß, dass in meinem Kopf den Stempel “schlecht” oder “ungesund” trägt. Diese Empfehlung setze ich regelmäßig um und es fällt mir relativ leicht. Natürlich war es die ersten Male etwas ungewohnt, vor dem Essen dieses Ritual zu etablieren, ich habe mich aber sehr schnell daran gewöhnt.

2. Schokoladenmeditation

Die Schokoladenmeditation ist eines meiner liebsten Tools, das ich schon vor der Arbeit mit Jennifer kannte. Tolle Tools zu kennen und sie in die Welt zu tragen ist das eine, sie aber selbst anzuwenden was ganz anderes. In einem Webinar zum Thema “Pleasure,Tantra & Eating” wurde eine solche Essens-Meditation ebenfalls empfohlen und ich probierte es mit einem Stück Lakritz aus – es war grandios und hat mir die Augen geöffnet.

Seit dem versuche ich jegliche Snacks bewusst auf diese Art zu genießen. Je öfter ich es übe (und je größer mein Heißhunger 😉 ), desto größer wird der Genus.

3. Meinem Essen Liebe schicken

Kürzlich sprach Jennifer davon, dass es hilfreich sein kann, meinem Essen Liebe zu schenken. Sie wüsste, dass sich das vielleicht erst mal komisch anhören würde und ich mich frage, was das bringen soll, aber ich könnte es ja mal versuchen. In der Tat empfand ich das als ziemlich “seltsam” und in mir hat sich alles dagegen gesträubt. Nicht zuletzt, weil ich in diesem Moment nicht das Gefühl hatte, Essen lieben zu können.

Ich hab anderthalb Wochen versucht, über die Wertschätzung (also mir bewusst zu machen, woher mein Essen kommt, wie krass lang teilweise die Wege sind, wer an der Produktion beteiligt ist, wie gut es mich ernährt usw.) an das Thema ran zu kommen, aber so richtig gut geklappt hat das nicht. Die Vorstellung von “mein Essen lieben” oder “meinem Essen Liebe schicken” war so abstrakt, dass es mir unerreichbar vorkam.

Letzte Woche stand ich dann in der Küche, habe gefühlt 20 Kilo Gemüse geschnibbelt und war furchtbar wütend. Darauf, dass mir dieses dämliche Essen wertvolle Zeit raubt. Bis mir der Gedanke kam, dass hier die Liebe anfängt. Dass die Auswahl und Zubereitung meines Essens ein Akt der Liebe ist. Dass ich es mittlerweile eigentlich doch genieße, mein Essen zuzubereiten, ausgefallen und gesund zu kochen, mir bewusst Zeit für mein Essen zu nehmen und dass das Kochen eine wertvolle, achtsame Auszeit ist.

Oft rutsche ich aber in den “Ich muss das hier jetzt machen, obwohl ich gar nicht will” – Modus und kann dann gar nichts mehr genießen. Dabei ist das Kochen ein Moment, in dem ich voll bei der Sache sein, Achtsamkeit, Dankbarkeit aber auch Selbstfürsorge & Selbstliebe praktizieren kann.

Mit dieser Erkenntnis wurde mir klar, was damit gemeint ist, dem Essen Liebe zu schicken & zu schenken. Es kam mir überhaupt nicht mehr abstrakt, übertrieben oder seltsam vor. Im Gegenteil genieße ich es gerade total, mein Essen besonders liebevoll zuzubereiten.

Nourish Mind & Body Online Coaching Programm

Ich habe im letzten Jahr am Nourish Mind & Body Programm* teilgenommen. Mir hat das Programm auf meinem Weg sehr geholfen. Besonders gut gefällt mir, dass es nicht um irgendeine Diät, um Verbote, Vorwürfe oder Verzicht geht, sondern darum Verhaltensmuster (z.B. in unseren Gedanken) aufzuspüren, zu verstehen und anzunehmen. Im Fokus stehen Selbstliebe, Selbstfürsorge und Selbstmitgefühl, für mich DIE Schlüssel, zu einem gesunden Leben für Körper & Seele.

Was hat sich konkret verändert?

Mir ist wichtig anzumerken, dass Veränderung ein Prozess ist, der meiner Überzeugung nach nicht nach perfektionierter Vollendung strebt, sondern in Bewegung bleibt. Das Leben verändert sich, ich verändere mich. Jeden Tag aufs Neue, manchmal in eine ganz andere Richtung als geplant oder gedacht. Es geht mir also niemals darum, in irgendeine Richtung perfekt zu werden. Im Gegenteil versuche ich das Streben nach Perfektionismus aufzugeben.

Die Art der Zubereitung

Dass sich durch einfaches “achtsam essen” was verändert merke ich der Art und Weise, wie ich mein Essen zu mir nehme und zubereite. Mein Frühstück besteht z.B. meist aus vier Scheiben Knäckebrot, die ich aufwendig zubereite und belege mit Kräutern, Gemüse und selbstgemachten Aufstrichen, etwas Obst und einer großen Tasse Tee. Das Ganze drapiere ich fast schon “Instagram-tauglich”, damit es auch für’s Auge schön ist. Es sieht sooo lecker aus und das Zubereiten UND Essen macht richtig Freude.

Achtsam essen und zubereiten

Wichtige Veränderung dabei ist auch, dass ich nicht den Impuls verspüre, davon ein Foto machen zu müssen, um es anderen zu zeigen. Denn ich mache es für MICH, weil ich es mag und mir gut tut und nicht, um von anderen dafür gelobt oder anerkannt zu werden.

Gedanken & Gefühle

Die drei angesprochenen “Tools” helfen mir, achtsamer mit meinem Essen umzugehen. Ich esse langsamer und fange an zu genießen. Es steht nicht mehr so sehr im Fokus, dass ich möglichst schnell was zu essen habe und satt werde, sondern dass mich das Essen nährt und ich Zeit habe, in der ich mich gerne um mich kümmere. Dieser Gedanke / dieses Gefühl macht insgesamt mehr Spaß und weniger wütend 🙂

Meine Schuldgefühle & die negativen Glaubenssätze, die mit dem Essen verbunden sind, verändern sich ebenfalls, wenn auch recht langsam.

Sättigung & Menge

Außerdem hat Jennifer mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich zu wenig pflanzliches Eiweiß zu mir nehme. Seit ich darauf achte, deutlich mehr Eiweiß zu essen, habe ich insgesamt weniger Hunger und Heißhungerattacken.

Dass ich mein Essen bewusst genieße, langsamer und insgesamt ausgewogener esse, unterstützt das Sättigungsgefühl. Das wiederum führt dazu, dass meine Portionen kleiner ausfallen und z.B. Süßigkeiten länger halten. Das beste Beispiel ist der Schokokuchen, der normalerweise maximal zwei Tage gehalten hätte. Vom Kuchen haben wir insgesamt eine Woche was gehabt, das gab es noch NIE! Da ist mir die Veränderung mit am stärksten aufgefallen. Es war so toll, den Kuchen über so lange Zeit genießen zu können.

Achtsam essen mit Liebe

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