Achtsamkeit Selbstreflexion Soulspiration

52 Wochen- 52 Möglichkeiten oder bloggen habe ich mir einfacher vorgestellt

In meiner Vorstellung sah es wie folgt aus: Ich sitze entspannt mit einem Tee am Küchentisch und schreibe diesen Beitrag, in dem ich euch erzähle wer ich bin, was ich hier mache und wie toll mein Projekt „52 Wochen-52 Möglichkeiten“ ist, meine Finger fliegen über die Tastatur und ich bin im besten Fall spritzig und charmant.  In Wahrheit tippe ich gefühlt nur Mist um ihn direkt wieder zu löschen. Meine Gedanken stolpern übereinander und im Hintergrund kommentiert eine gehässige Stimme, dass es sowieso niemanden interessiert.  Also das mit dem bloggen habe ich mir einfacher vorgestellt.  Soviel zu spritzig und charmant…

Aber hier bin ich, neben den vielen Rollen die ich in meinem Leben habe: Tochter, Schwester, Freundin, Ex, Halbwaise, Ehefrau, Mutter, Künstlerin… und ab sofort bin ich auch ein Teil von Frau Achtsamkeit.

Ich bin Julia. Ich erzähle euch von „52 Wochen-52 Möglichkeiten“

Im Grunde genommen ist es nichts anderes als eine dieser Löffel-Liste. Dinge die ich unbedingt erleben will bevor ich 30/40/50/60…tot bin. Ich habe eine solche imaginäre Liste, auf der ich alle Jahre wieder rum streiche, kritzel, Häkchen setze und Kaffeeflecken hinterlasse. Irgendwann zwischen der Geburt meiner Kinder und dem Tod meiner Mutter, kam ich um die Frage was ich von meinem Leben erwarte, nicht mehr herum. Was hat mir dieses Leben zu bieten? Was habe ich erreicht und was will Ich? Wenn man sich diese Listen anschaut, fällt eines sofort ins Auge- die großen Dinge. Versteht mich nicht falsch, auch diese Wünsche sind wertvoll, es ist schön wenn man Ziele erreicht, Träume wahr werden. Aber was wenn wir sie nicht erreichen, die großen Ziele? Messen wir unserem Leben dann weniger Bedeutung bei, sind die kleinen Pläne nicht genauso wertvoll?  Das Leben ist eine Aneinanderreihung von Alltäglichkeiten. Es passiert jetzt gerade und trotzdem habe ich das Gefühl die Zeit rast ungenutzt an mir vorüber. Wie schrecklich es wäre wenn ich sterbe und mich fragen müsste ob ich mich nicht selber von dem Leben abgehalten hätte, dass ich hätte haben können.

Ich weiß viele glauben nicht an Schicksal aber manchmal stolpert man über unscheinbare Dinge. In meinem Fall war es ein Abend im Winter, an dem ich mich heulend in einer Kirche wiederfand und ein Hörbuch. „Das Glückprojekt.“  Dazu muss man wissen, ich höre normalerweise keine Hörbücher und doch schien mir dieses passend fürs putzen. Die Protagonistin ist unglücklich und soll jeden Tag zehn Minuten etwas tun was sie noch nie getan hat. Getreu dem Motto: Wenn man immer nur das macht was man kann, bleibt man immer nur diejenige die man bereits ist.

Das war genau wonach ich gesucht hatte aber jeden Tag zehn Minuten waren bei mir einfach nicht realisierbar. Meine Begeisterung verschwand aber nicht und während ich weiter vor mich hin grübelte wurde die Stimme immer lauter die sagte „Mach das! Denk an den Abend an dem du in dieser Kirche warst, beinahe wärst du einfach auf dem Sofa sitzen geblieben. Dir entgeht vielleicht dein Leben und du weißt es nicht mal!“  Ich setzte mich hin und schrieb eine Liste mit 52 Dingen die ich noch nie getan hatte und die ich dieses Jahr tun werde. Dinge von denen ich mir erhoffe was zu lernen, zu denen ich mich durchringen muss, viele Kleinigkeiten aber  immer muss ich aus meiner Komfortzone raus.

Ich nehme euch mit. Eure Julia

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